Aktion der kleinen Bienenfreunde beim Pfarrfest
Kita-Kinder verteilen Bienenblumensamen
„Sa JA zur Biene“ findet viel Unterstützung und Freunde – Katholische Kita St. Medard aktiv für den Naturschutz
Bendorf. Bienenweide, Duftresede, Nattenkopf, Drachenkopf, Buschwinden, Goldmohn, und noch viele andere Bienenblumensamen befinden sich in den kleinen Pergamenttütchen mit dem Bienen-Stempelbild, das Logo des Bienenprojektes „Sag JA zur Biene!“ der Katholischen Kita St. Medard in Bendorf. Nachdem die Kinder vom Imker Siegfried Gäthke im Namen des gesamten Bendorfer Bienenzuchtvereins zwei Kilogramm Bienenblühmischungen mit über 40 verschiedenen Arten geschenkt bekommen haben, staunten sie nur, dass die vielen kleinen Samen in der großen Tüte einmal Bienen ernähren können.
Auf einem Spaziergang mit ihren Erzieherinnen durften sie dann im Rheinpfad neben der Theodor-Heuss-Schule den wunderschönen Vorgarten der Familie Gäthke bewundern. Hier fliegen Bienen, Hummeln und Wespen hin und her und fühlen sich „bienenwohl“ bei dem großen Nektarangebot.
Jedes Kind durfte ein Tütchen mit nach Hause nehmen und den Samen im eigenen Garten oder auch in einem Balkonblumenkasten aussäen. Lucas möchte Fotos vom Wachstum des Saatgutes machen und sie dann auf eine große Pappe kleben für das große Bienenfest nach den Sommerferien. Britta möchte beobachten, wie Bienen die Blumen in den Töpfen finden werden. Anton wird das Samentütchen seiner Oma am kommenden Sonntag schenken, sie hat Geburtstag und einen großen Garten. Die Bienensamentütchen wurden kurz vor dem Pfarrfest von Eltern und Freunden der Kita befüllt und an den Bienen-Flyer geheftet. Peter Siebenmorgen, ein engagierter, in seiner Freizeit journalistisch und sozial arbeitender Bendorfer, kreierte den Flyer ehrenamtlich und steht den Bienenprojekt’lern gerne von Beginn an mit Rat und Tat zur Seite.
Naturschützer danken Gott für die Schöpfung der Biene
Auch das diesjährige Fronleichnamsfest war dem Thema der Bienen gewidmet. Das Team des Kindergartens hatte, wie in jedem Jahr, einen Außenaltar im Garten gestaltet. Dieses Mal war auf dem Rasenboden vor dem Altar aus Rindenmulch eine Biene kreiert worden, zudem gab es eine Bienen-Fürbitte und eine Bienenansprache von der Kita-Leiterin Susanne Berg-Mesenholl. Ein großer Dank ging an die Schöpfung Gottes, in Form der Biene, die ein unverzichtbarer Helfer des Menschen ist.
Beim anschließenden Pfarrfest waren einige Kita-Mitarbeiter unter anderem mit einem Bienenstand vertreten. An einer Stellwand wurde über bisherige Bienenschutz-Aktivitäten informiert. Der liebevoll restaurierte Bienen-Bollerwagen, gespendet von Hans Ebert, war gefüllt mit Samentütchen, Bienen-Flyern und einer mit bunten Kreppblumen geschmückten Spendendose, die gleich zu Anfang von einer Biene angeflogen und untersucht wurde. Eine schöne Symbolik.
Erstmalig wurde das neu komponierte Bienenlied mit Gitarrenbegleitung den vielen anwesenden Besuchern präsentiert und mit einem lauten Applaus bejubelt. Anschließend bereitete es den Kita-Kindern großen Spaß mit Spendenbüchse, Samentüten und Flyern von Gartentisch zu Gartentisch zu gehen, die Bendorfer über ihr Projekt zu informieren und den Bienen-Samen zu verschenken. Das große Dankeschön der Kinder gilt den vielen spendenfreudigen Pfarrfest-Besuchern, die nun allesamt tatkräftig die bunte Spendendose in den Blick nahmen und „fütterten“. Es gab kreative Gespräche und eingie Besucher sagten ihre weitere Unterstützung des Projektes zu. „Ein großes Dankeschön sagen wir dem gesamten Bienenzuchtverein Bendorf, den Kita-Eltern nebst Freunden, Herrn Siebenmorgen und den großzügigen Spendern des Pfarrfestes sowie der Pfarrgemeinde St. Medard mit Pastor Fey und Mitarbeitern“, so Susanne Berg-Mesenholl. Wer Lust, Zeit und Ideen hat, das Projekt „Sag JA zur Biene!“ zu unterstützen, ist eingeladen in der Kath. Kita St. Medard in der Bahnhofstraße 28 in Bendorf vorbeizuschauen, kann sich aber auch per E-Mail unter bienenprojekt-bendorf@web.de oder unter Tel. (0 26 22) 39 11 melden.
Die kleinen Bienen-Aktivisten informierten bereitwillig und engagiert über ihr Naturschutzprojekt. Fotos: Privat