Allgemeine Berichte | 08.07.2021, 15:23 Uhr

BBK und AÖGW arbeiten jetzt noch enger zusammen

„Klares Bekenntnis zur Region“

Freude über Bündelung der Kräfte

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Es kommt etwas zusammen, was eigentlich schon immer zusammen gehört“, brachte Dr. Ute Teichert, Direktorin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) die zukünftig noch engere Zusammenarbeit ihrer Einrichtung mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf den Punkt. Mit der seit etwa zwei Monaten unter dem Namen „Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und zivile Verteidigung“ (BABZ) firmierenden, früheren Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) passte auch der Ort, an dem Teichert und BBK-Präsident Armin Schuster die Kooperationsvereinbarung unterzeichneten perfekt. Die AÖGW mit Sitz in Düsseldorf ist die bundesweit einzige länderübergreifende Einrichtung zur Fort-, Aus- und Weiterbildung aller Beschäftigten im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Außerdem gehört die Forschung im Bereich des Öffentlichen Gesundheitswesens zu ihren Aufgaben. Die in der Kreisstadt ansässige BABZ gehört zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Verbesserung des schnittstellenübergreifenden Krisenmanagements

Durch die jetzt entstehende Vernetzung soll das schnittstellenübergreifende Krisenmanagement weiter verbessert werden. Ein Beispiel erfolgreicher Zusammenarbeit sind die von BABZ und AÖGW bereits in diesem Jahr gemeinsam durchgeführten Online-Veranstaltungen rund um das Thema Corona. Bei dem ad-hoc aufgebauten Austausch haben sich innerhalb kürzester Zeit Betreiber von Impfzentren aus ganz Deutschland rund um deren Aufbau, Betrieb und Logistik abgestimmt. Eine Fortführung dieses Formates ist geplant. „Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel von kommunaler Ebene über die Länder bis hin zum Bund ist“, sagte BBK-Präsident Armin Schuster. Ziel sei es, so Schuster, gemeinsame Standards zu entwickeln und das Krisenmanagement weiter zu verbessern, beispielsweise durch den Aufbau regionaler Behandlungszentren. Auch AÖGW-Direktorin Dr. Ute Teichert freut sich auf die kommende, offizielle Kooperation. „Wir sind sehr breit aufgestellt, sprechen viele Berufsgruppen an und arbeiten länderübergreifend. Und es ist schon einiges vorhanden, auf das weiter aufgebaut werden kann. Gerade jetzt sieht man ja, wie eng Gesundheitsschutz und Katastrophenschutz miteinander verbunden sind. Ich freue mich auf diese Bündelung der Kräfte.“

Gemeinsame Konzeption und Ausbildung

Als Kernpunkt der Kooperation sollen die Ausbildungen „Krisenmanagement im Gesundheitswesen – Schnittstellen und Akteure“ sowie „Einsatzplanung für biologische Lagen“ gemeinsam konzeptionell angepasst, zusammen ausgerichtet und durchgeführt werden. Schon jetzt kommen rund 80 Prozent der Personen, die an der BABZ geschult werden aus dem öffentlichen Bereich, auch die Schulung von Führungskräften und Entscheidern aus Politik, Administration, Gesundheit und Wirtschaft soll stark intensiviert werden. Am Rande der Pressekonferenz wurde bekannt, dass das BBK einen weiteren BABZ-Standort in der Region Berlin aufbauen wird, hierzu laufen bereits entsprechende Planungen. „Die Zentrale wird aber auf jeden Fall in Bad Neuenahr-Ahrweiler bleiben, auch als klares Bekenntnis zur Region“, betonte BABZ-Leiter Thomas Mitschke.

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