Allgemeine Berichte | 11.05.2021

AWO Swisttal

Kleiderspenden gehen auf die Reise

V.l.: Mitarbeiterinnen der AWO Barbara Bollinger, Sybille Ebert, Heike Mertens, Maria Gleißner, Waldemar Dück vom Christlichen Hilfswerk Tabea e.V. Das Foto wurde vor den Regelungen zur Kontaktbeschränkung aufgenommen.Foto: privat

Swisttal. Obwohl die AWO-Kleiderstube in Swisttal für Kundinnen und Kunden noch gesperrt ist, wird hinter den Kulissen coronakonform weitergearbeitet. Denn in diesen Zeiten wird zuhause verstärkt ausgemistet und nicht mehr Gebrauchtes an die Kleiderstuben abgegeben. So sind die beiden AWO-Kleider-Container mitunter zweimal die Woche bis oben hin gefüllt. Da kein Verkauf stattfindet, müssen die Kleiderspenden sinnvoll eingesetzt werden. In den vergangenen Jahren wurde die Hilfsaktion für Tschernobyl-Opfer unterstützt. Über diese Verbindung ergab sich der Kontakt zum Christlichen Hilfswerk Tabea e.V. Dieser Verein hat sich auf die Organisation und Durchführung von Hilfsgütertransporten spezialisiert. Der Leiter, Waldemar Dück, stellt der AWO kostenlos Kartons zur Verfügung, in die Wäsche, gute Kleidung, Schuhe und Haushaltsartikel gepackt werden. Mittlerweile wurden nahezu 400 Kartons - die Ladung eines großen LKWS - auf die Reise nach Moldawien, Weißrussland und in die Ukraine geschickt.

Von den verschiedenen christlichen Organisationen vor Ort werden dann die Hilfsgüter in Sozialstationen, Krankenhäuser, Kinderheime, Gefängnisse, Häuser für Obdachlose, Erholungsheime für Senioren verteilt.

„Aus eigener Anschauung konnte ich mich vor einigen Jahren bei einem Besuch in sozialen Einrichtungen in Wolgograd von der großen Not der Menschen vor Ort ein Bild machen. Diese Reise, die von der Diakonie organisiert wurde, hat die kleine Gruppe der Teilnehmenden, die mit derart Betroffenen in Deutschland zu tun haben, sehr erschüttert.

So bin ich sehr glücklich, dass einige Ehrenamtliche im Wechsel der AWO gerne mit von der Partie sind und jede Woche fleißig mit anpacken, um in diesen speziellen Zeiten diese Aktion zu unterstützen“, schildert die Vorsitzende der AWO-Swisttal, Maria Gleißner. Sie hofft allerdings, dass die Kleiderstube bald wieder für die Kundinnen und Kunden vor Ort öffnen kann.

Die AWO appelliert aber auch an das Gewissen und den Anstand der Spendenden. Schmutzige und nicht mehr zum Gebrauch geeignete Kleidung und Schuhe sollten im eigenen Restmüll entsorgt werden, damit Kleidercontainer nicht als Mülltonnen missbraucht werden.

V.l.: Mitarbeiterinnen der AWO Barbara Bollinger, Sybille Ebert, Heike Mertens, Maria Gleißner, Waldemar Dück vom Christlichen Hilfswerk Tabea e.V. Das Foto wurde vor den Regelungen zur Kontaktbeschränkung aufgenommen.Foto: privat

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