Museum Mutter-Beethoven-Haus
Kleine Denkmäler für einen großen Komponisten
Beethoven in der Medaillenkunst
Koblenz. Sie sind aus Gold, Silber, Bronze oder Eisen und kommen aus fast allen Ländern der Welt – die Medaillen und Münzen zum Gedenken an Ludwig van Beethoven (1770-1827). Seit dem Todesjahr des Komponisten existiert diese Form der Erinnerungspflege, die bis zur Gegenwart lebendig geblieben ist und gerade in den letzten Jahren großen Aufschwung entwickelt hat.
Meist zeigen die kleinen Denkmäler für Beethoven auf ihrer Vorderseite eine frei aus der Phantasie der Medailleure geschaffene Darstellung – in der Regel ein Porträt des Komponisten –, während auf der Rückseite Wappen, Symbole oder Orte, an denen er lebte, zu sehen sind. Beliebt sind zudem Inschriften, die auf den besonderen Anlass der Ausgabe einer Medaille oder Plakette hinweisen. Denn häufig wurden solche Kleinreliefs zu speziellen Gelegenheiten wie Geburtstags- oder Todestags-Jubiläen oder zu besonderen Festen gefertigt.
Neben Medaillen sind seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch zahlreiche Beethoven-Gedenkmünzen entstanden. Obwohl beide Gruppen einander in Material und Größe sehr ähneln, unterscheiden sie sich doch in ihrer Zweckbestimmung eindeutig. Denn anders als Medaillen werden Gedenkmünzen von Staaten bzw. Regierungen als offizielles Zahlungsmittel ediert und weisen dementsprechend eine Wertseite auf, durch die sie als solches erkennbar sind.
Mit der Sonderausstellung Kleine Denkmäler für einen großen Komponisten im Museum Mutter-Beethoven-Haus setzt das Mittelrhein-Museum seine Zusammenarbeit mit dem Beethoven-Haus Bonn fort, wo diese Präsentation im Frühjahr 2022 zum ersten Mal zu sehen war. Die Besucher können eine Auswahl aus der großen Zahl der bekannten Medaillen und Plaketten auf Beethoven sehen sowie ausgewählte Darstellungen des Komponisten, die als Inspirationsquelle für die Medailleure dienten. Zudem wird ein Einblick in den reichhaltigen Bereich der Gedenkmünzen geboten, die nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt zur Ehre Beethovens geprägt wurden.
Gezeigt werden Exponate aus dem Bestand des Beethoven-Hauses in Bonn sowie der Privatsammlung Bernd Offermann in Bergisch Gladbach, der Biblioteca Beethoveniana Collezione Carrino in Muggia. In einer Begleitbroschüre werden ausgewählte Beispiele näher erläutert und der erweiterte kunsthistorische Kontext dargestellt, innerhalb dessen die Beethoven-Medaillen entstanden sind.
Museum Mutter-Beethoven-Haus: Eröffnung: 20. November, 11 Uhr - Laufzeit: 20. November bis 12. März.
Pressemitteilung der
Stadt Koblenz
