12. Berufsfeuerwehrtag der Remagener Jugendfeuerwehr
„Kleine Helden – große Ziele“
Feuerwehrnachwuchs hatte zwölf Einsätze innerhalb von 24 Dienststunden zu bewältigen
Remagen. Ein Klassenbrand in der IGS Remagen im Remagener Schulzentrum, der bei Arbeiten ausgebrochen ist, wurde am frühen Samstagabend angenommen. Dabei wurden zunächst zwei Reinigungskräfte und ein Hausmeister verletzt und vermisst. Diese Meldung ging per Notruf um 18.11 Uhr in der Feuerwehr-Einsatz-Zentrale Remagen ein. Alarmiert wurde das Tanklöschfahrzeug, das Mannschaftstransportfahrzeug, das Mehrzweckfahrzeug und der Kommandowagen.
Im Einsatz waren die Kinder und Jugendlichen der Remagener Jugendfeuerwehr um Dirk Schorn. Bereits zum 12. Mal absolvierten die Feuerwehrkids ihren Berufsfeuerwehrtag, einen 24-Studendienst wie bei der Berufsfeuerwehr. Zahlreiche Einsätze galt es für die jungen Nachwuchsfeuerwehrleute, die auch im Feuerwehrgerätehaus übernachteten, zu absolvieren.
Sofort nach der Alarmierung des vermeintlichen Brandes wurde die Sporteinheit innerhalb des Berufsfeuerwehrtages von den 14 Feuerwehrkids unterbrochen und auf ging es zum Einsatzort. Dort stellte sich heraus, dass fünf Personen vermisst werden. Als die Fahrzeuge vor Ort waren, erkundeten der Staffelführer Yannik Moser und der Gruppenführer Justus Gemein die Lage und bestätigten die Meldung: „Klassenbrand in voller Ausdehnung mit starker Verqualmung und fünf vermissten Personen“. Auch die Polizei-Inspektion Remagen und das DRK wurden über die Feuerwehr-Einsatz-Zentrale alarmiert.
Nachwuchskräfte hatten die Lage schnell unter Kontrolle
Yannik Moser hatte mit Justus Gemein alles schnell im Griff. Zwei Trupps unter Atemschutz-Attrappen gingen zur Menschenrettung mit Strahlrohr vor. Der Außenangriff wurde durch einen weiteren Trupp vorbereitet und ausgeführt. Inzwischen hatten sich einige Schaulustige eingefunden, die die Arbeit der Feuerwehrkids unter die Lupe nahmen. Die Wasserversorgung wurde über das TLF und einen Hydranten sichergestellt. Auch eine Beleuchtung wurde vorbereitet und der Lüfter (Typhon) in Stellung gebracht. Rasch war zu sehen, wie der Lüfter funktionierte und der Qualm durch das geöffnete Fenster der Klasse entwich. Nachdem alle fünf Personen von den jungen Feuerwehrleuten gefunden und gerettet worden waren, wurden sie dem Roten Kreuz übergeben. Als es dann hieß „Feuer aus“ konnten die 14 Nachwuchsfeuerwehrleute, die innerhalb der 24 Stunden zwölf Einsätze zu bewältigen hatten, wieder aufatmen. Jugendfeuerwehrwart Dirk Schorn bedankte sich nochmals bei Hausmeister Benjamin Franzen, der diese Übung ermöglicht hatte. Dank galt auch den Verletzten Thomas Monschau und Annette Reuter, die vorher vom DLRG geschminkt worden waren, dem stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart Kai Bandt, den Betreuern Janis Goeckler, Sören Frank und Christina Reuter und der Küchencrew, der Karnevalsgruppe Schorn, die rund um die Uhr für die Verpflegung der Feuerwehrjugend sorgte. Auch den Einsatzmachern, die alle zwölf Einsätze umfangreich vorbereiteten, Carsten Röhrig und Marc Lüdenbach, galt ein ebenso herzliches Dankeschön wie dem Filmteam mit Anka Flossdorf und Luca Austin und der DLRG unter der Leitung von Kevin Wassong.
„Am Berufsfeuerwehrtag waren neben den 14 Kindern und Jugendlichen nochmal genauso viele Helfer im Einsatz“, betonte Jugendfeuerwehrwart Dirk Schorn abschließend.
Wer Interesse hat bei der Jugendfeuerwehr Remagen mitzumachen oder sich einfach mal alles ansehen möchte, der kann sich bei Dirk Schorn unter Telefon 01 71 - 2 66 01 36 melden.
AB
Der Lüfter wurde in Stellung gebracht, um den Qualm aus der Klasse zu befördern.
