Kolpingfamilie Lahnstein sammelt Briefmarken für Ausbildungshilfe in Entwicklungsländern
Kleine Marken - große Wirkung
Lahnstein. Einer von fünf Menschen in den Entwicklungsländern muss mit weniger als 1,25 Dollar am Tag auskommen. Vor allen für junge Menschen gilt: Ausbildung ist der Schlüssel, um sich aus Armut zu befreien. Kleine Marken erzielen eine große Wirkung. Dessen ist sich die Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin sicher, welche schon seit über 40 Jahren gebrauchte Briefmarken sammelt, deren Erlös zur Finanzierung von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen junger Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien verwandt werden. Die Marken landen in der Sammeltonne, welche im Foyer des Pfarrzentrums am Europaplatz steht oder können an die Kolpingfamilie St. Martin, Thomas Schneider, Schillerstraße 14, 56112 Lahnstein, gesandt werden. Von dort gehen sie zu Kolping-International nach Köln, wo professionelle Briefmarkensammler sie regelmäßig abholen. Jede Briefmarke ist ein Beitrag zur Hilfe, 35 Kilogramm Briefmarken bringen einen Verkaufserlös von rund 250 Euro. Oft reichen schon 300 Euro, damit ein Jugendlicher in diesen Ländern einen Beruf erlernen kann. So eröffnen Briefmarken mit Kolping International Zukunftschancen. „Die Marken sollten mit zwei Zentimeter Rand abgeschnitten oder ausgerissen werden“, so Peter Stein, der zweite Vorsitzende der Kolpingfamilie. „Sondermarken bringen natürlich höhere Erlöse. Bei alten Postkarten vor 1960 sollte die Marke nach Möglichkeit nicht abgeschnitten werden, sondern die ganze Karte gespendet werden. In den letzten Jahren haben viele, auch in Büros, zumeist anonym, beim Sammeln geholfen. Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen fleißigen Briefmarkensammlern einmal bedanken.“
