Bremmer Knubbetheater präsentiert „Klunker, Klies un Kaviar“ – Beste Unterhaltung
Kleine Steinchen sorgen für mächtig Wirbel
Bremm. Ein volles Haus, erwartungsvolle Gesichter und ein hoch motiviertes Ensemble: Das Bremmer Knubbetheater präsentierte am vergangenen Wochenende sein neues Stück. „Klunker, Klies un Kaviar“ heißt der Dreiakter, der über zwei Stunden beste Unterhaltung garantiert. Die neun Laiendarsteller liefern ein Lustspiel, das es in sich hat. Die Lachmuskeln der Zuschauer werden auf der Bremmer Theaterbühne arg beansprucht, denn die Akteure beherrschen die Schauspielkunst perfekt.
In bestem Bremmer Platt agieren die Darsteller auf einer toll ausstaffierten Bühne, von modernster Technik unterstützt, in einer Komödie, bei der sich alles um geklaute Diamanten dreht. Schlosser Max Steiner (Joachim Mons), der mit seiner Ehefrau Elvira (Petra Schmitz) und deren Tochter Nathalie (Helene Schmitz) ständig unter Geldsorgen leidet, hat sich auf Metallkunstwerke spezialisiert. Doch leider gibt es in Bremm und Umgebung nicht allzu viele Kunden, die sich für seine Arbeiten interessieren. Auch die Zimmervermietung seiner Frau Elvira macht keinen Umsatz, sodass die Haushaltskasse bei Familie Steiner regelmäßig Mitte des Monats leer ist.
Mitten im Abendessen, zu dem sich spontan auch Nachbar Manfred Berger (Rudi Leitzgen) eingeladen hat, wird der Strom abgeschaltet. Nebenbei erzählt Manfred, dass der langjährige Kumpel Edgar Schneiders nach sieben Jahren, die er für einen Überfall auf ein Juweliergeschäft absitzen musste, im Knast verstorben ist und das vier Wochen vor seiner Entlassung.
Was ist im geheimnisvollen Kuvert?
Nach einer stillen Gedenkminute mit Bier und Schnaps erinnert sich Max, dass Edgar ihm kurz vor seiner Verhaftung ein Kuvert zur Aufbewahrung anvertraut hat. Dieses Kuvert hängt seit sieben Jahren hinter dem Schlafzimmerschrank und darf nur geöffnet werden, wenn Edgar „etwas passiert“.
Doch mit dem Öffnen des Kuverts ist es mit der Ruhe im Hause Steiner vorbei und ein verzwicktes Versteckspiel mit einem überraschenden Ende beginnt. In dem Kuvert befinden sich nämlich die verschwundenen Diamanten sowie zwölf Tulpenzwiebeln mit einer Adresse in Amsterdam. Wirbel und mächtig Chaos entstehen, wobei auch Wolfgang Inden, Ruth Hillesheim, Rudi Leitzgen, Sandra Korzendorfer, Claudia Schlägel und Melanie Barzen zur Höchstform auflaufen. Immer wieder auch Situationskomik und lokale Bezüge etwa zu den „Edschara“ beziehungsweise „Bugrammer“.
Souffleuse Anna-Lena Leitzgen brauchte während der gut zweieinhalb-stündigen Vorführung des Knubbetheaters, das bereits seit 17 Jahren existiert, nicht wirklich einzugreifen. Technik und Organisation klappten wie am Schnürchen und das Catering erfüllte in den beiden Pausen sowohl Hunger- als auch Durstwünsche bestens.
Eine Aufführung findet noch in der Bremmer Turnhalle am Samstag 8. April um 19.30 Uhr statt.
MT
