Steinkauzvortrag des NABU Rengsdorf
Kleiner Kobold mit großen gelben Augen
Am Mittwoch, 17. April
Rengsdorf. Beim Stammtisch des NABU Rengsdorf am 17. April ist als Referent Marcel Weidenfeller vom NABU Hundsangen zu Gast. Er informiert über den Steinkauz und die Maßnahmen, die der NABU Hundsangen seit vielen Jahren zum Schutz des kleinen Eulenvogels umsetzt.
Die großen gelben Augen und die nur knapp amselgroße Gestalt verleihen dieser Eule ein koboldhaftes Aussehen. Ab Februar und März kann man die ruffreudige Eule auch im unteren Westerwald wieder hören. Vorbildlich ist sein Eheleben: Haben sich Männchen und Weibchen einmal gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen. Dabei versorgt das Männchen das brütende Weibchen mit Beute, die aus Mäusen und anderem Kleingetier besteht.
Der Brutplatz befindet sich meist in hohlen Obstbäumen, aber gleichwohl werden auch spezielle Steinkauzröhren besiedelt. Etwa 150 dieser Nisthöhlen haben Naturschützer des NABU Hundsangen in der Verbandsgemeinde Wallmerod und Umgebung angebracht und betreuen diese seit über 30 Jahren. Der Steinkauz benötigt als Lebensraum strukturreiche Feldgebiete mit Obstbäumen und Ortsrändern. Wer mehr über den Kauz und die über 30 Jahren so unerwartet erfolgreich verlaufene Wiederansiedlung im südlichen Westerwald erfahren möchte, ist herzlich eingeladen zu einem kurzweiligen Vortrag über seltsame Käuze im südlichen Westerwald.
Auch der NABU Rengsdorf engagiert sich mit einer eigens hierzu gegründeten Projektgruppe seit gut fünf Jahren für den Schutz und die Ausbreitung des Steinkauzes im Naturpark Rhein-Westerwald, im Kreis Neuwied und darüber hinaus. Seit August 2014 hat die Gruppe 25 Niströhren für die seltene Vogelart aufgehängt. Zweimal im Jahr findet eine Erfassung der Steinkauzbestände auf den betreuten Flächen statt. Neue Aktive, die sich am Aufhängen und der Pflege der Niströhren sowie an der Beobachtung des Kauzes beteiligen möchten, sind der Gruppe stets willkommen.
Pressemitteilung
NABU Rengsdorf
