Allgemeine Berichte | 31.08.2021

BUND Koblenz

Klimaschutz schmeckt lecker

BUND-Infostand „zum Anbeißen“ zeigte am Plan Alternativen zur fleisch-lastigen Kost auf. Junge Freiwillige stellten ihr deutsch-französisches veganes Kochbuch erstmal öffentlich vor. Weitere Informationsveranstaltungen im Herbst geplant.

Viele Besucher probierten gerne von den veganen Häppchen. Foto: BUND Koblenz

Koblenz. Am Wochenende informierte der neue „BUND-Arbeitskreis Klima und Ernährung“ erneut über die Zusammenhänge zwischen einem fleischarmen, vegetarischen oder veganen Essen und der damit einhergehenden Reduzierung der Treibhausgase CO2, Methan und Lachgas. Torsten Garate, stellvertretender Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Kreisgruppe Koblenz, weist auf irreparable Schäden hin, die gestoppt werden müssen: „Die industrielle Fleischproduktion ist einer der größten Verursacher der Klimaerhitzung. Sie zerstört zugleich die Artenvielfalt, die Bodenfruchtbarkeit und die Lunge unserer Erde, den Regenwald. Wir alle sind Mitverursacher und können durch ein verändertes Essen direkt mithelfen umzusteuern. Dies hat auch positive Auswirkungen auf die eigene Gesundheit. Gesunde Menschen und ein gesunder Planet hängen eng zusammen.“ Der BUND wies darauf hin, dass laut Umwelt-Ministerium RLP etwa ein Viertel der weltweit emittierten Treibhausgase Folgen unserer Ernährung sind. Der Flächenverbrauch für Futtermittel betrage 49 qm außerhalb der EU pro kg Rindfleisch. Der immense Verbrauch von Wasser von 15 000 Liter pro kg Rindfleisch aus Massentierhaltung werde oft übersehen. Auch der Transport und die Verpackung spielen eine belastende Rolle.

Ulla Schäfer, Aktive im BUND-Arbeitskreis, weiß wie wichtig ein überzeugendes Alternativangebot ist. „Wir rufen also nicht einfach nur zum Umdenken auf, sondern bieten neben Argumenten auch Informationsmaterialien an. Am Infostand boten wir leckere Probehäppchen an, allesamt ohne Fleisch oder tierische Zutaten. Klimaschutz geht durch den Magen, kann sehr lecker sein und bringt überdies eine ungeahnte Vielfalt auf den Teller.“

So wurde neben Selbstgebackenem mehrere Platten mit Fingerfood von den Koblenzer Restaurants „Oscar‘s“ und „Pfefferminzje“ präsentiert, alles natürlich coronakonform mit Spritzschutz. Manch einer blieb stehen und probierte erst einmal, wie denn eigentlich vegane Häppchen schmecken. „Lecker“, war die einhellige Meinung. Auffallend war, dass vermehrt junge Menschen Interesse zeigten. „Wir leben heute bewusster, denn uns ist vor allem klar, dass das 1,5-Grad-Ziel dringend eingehalten werden muss. Schließlich ist es unsere Zukunft, die auf dem Spiel steht, sollte die Erderwärmung nicht sofort gestoppt werden“, argumentiert Katrin Hommen, bis vor kurzem als Bundesfreiwillige im BUND-Büro beschäftigt. Zusammen mit zwei weiteren jungen Beschäftigten war sie dort auch mit der Erstellung eines eigenen deutsch-französischen veganen Kochbuches betraut, welches am Stand erstmals vorgestellt und gegen Spende mitgegeben wurde. Es ist ab sofort auch im BUND-Büro in der Kornpfortstraße 15 erhältlich.

Abschließend macht der Arbeitskreis auf seine Online-Vortragsreihe „Ernährung und Klima“ aufmerksam, die am 16. September, 19:30 Uhr, mit dem Thema „Ernährungswende für Tier und Umwelt – Was sind persönliche und politische Strategien für eine nachhaltige Ernährung?“ startet. Referentin ist Katrin Wenz (Expertin für Agrarpolitik beim BUND) Weitere Informationen hierzu: siehe Homepage https://koblenz.bund-rlp.de oder im Büro unter Tel. 0261-9734539. Eine Anmeldung für die Online-Vortragsreihe per Email an regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de ist gewünscht!

Der Ernährungs-Arbeitskreis ist offen für weitere aktive Menschen und trifft sich das nächste Mal am 9. September, um 18 Uhr, im BUND-Gemeinschaftsgarten in Moselweiß.

Viele Besucher probierten gerne von den veganen Häppchen. Foto: BUND Koblenz

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