Allgemeine Berichte | 02.03.2020

122 Schüler aus der Region präsentierten ihre Arbeiten bei „Jugend forscht“

Klimaschutz stand diesmal im Fokus

Die Teilnehmer aus dem Kreis Mayen-Koblenz waren sehr erfolgreich – Nun geht es auf Landesebene weiter

Makkaroni-Nudeln als Alternative zu Plastiktrinkhalmen: Mit dieser Idee überzeugten Katharina Schoen (rechts) und Lucy Felderhoff (links) von der Realschule plus in Nachtsheim.Foto: Sascha Ditscher/evm

Koblenz. Lässt sich Grasschnitt als Antriebsmittel für Autos nutzen? Wie sieht umweltfreundlicher Plastik-Ersatz aus? Oder wie können wir klimaneutral wohnen? Das sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich Kinder und Jugendliche im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ auseinandergesetzt haben. Beim Regionalwettbewerb Koblenz, der erstmals im Gymnasium im Kannenbäckerland in Höhr-Grenzhausen stattfand, präsentierten die Schüler ihre teilweise erstaunlichen Ergebnisse. Wettbewerbspate Christian Schröder von der Energieversorgung Mittelrhein (evm) zeigte sich sehr beeindruckt: „Was wir heute gesehen haben, ist bemerkenswert. Für uns gibt es deshalb nur Gewinner.“ Insgesamt 122 Schüler aus der Region rund um Koblenz bewiesen mit ihren 75 Projekten echten Forschergeist.

Besonders hoch im Kurs standen diesmal Arbeiten rund um den Klimaschutz. Wettbewerbsleiter Martin Zimmermann vom Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur meinte: „Die Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen beschäftigen sehr viele Schüler. Im Rahmen von Jugend forscht zeigen sie, dass sie nicht nur Probleme sehen, sondern an Lösungen arbeiten möchten.“ Neben den sehr erfolgreichen Teilnehmern verschiedener Schulen aus Koblenz landeten auch eine ganze Reihe von Schülern aus dem Kreis Mayen-Koblenz auf dem Siegertreppchen.

Katharina Schoen und Lucy Felderhoff von der St.-Stephanus-Realschule plus in Nachtsheim lösten dabei gleich das Ticket für den Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“. Die beiden Elfjährigen suchten nach einer Alternative zu Plastikstrohhalmen und entwickelten eine erstaunliche Idee: Sie versuchten es mit Makkaroni-Nudeln. Mit Erfolg. „Die Nudeln halten bis zu 50 Minuten, ehe sie aufweichen. Sie beinträchtigen auch nicht den Geschmack des Getränks“, erläuterte Schoen.

Mit dem Koblenzer Brückenproblem befasste sich Jannick Scheunert vom Kurfürst-Balduin-Gymnasium in Münstermaifeld. Der 14-Jährige nutzte die Graphentheorie und das Computerprogramm Excel, um ein Konzept zu entwickeln, mit dem Autofahrer ihre Strecken optimieren können. So soll es schneller durch das Baustellengewirr gehen. Seine Arbeit honorierte die Jury mit Platz drei bei „Schüler experimentieren“ im Fachgebiet Mathematik.

Für alle, die bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in den unterschiedlichen Fachgebieten einen ersten Platz erreichen konnten, geht es nun auf Landesebene weiter. Am Dienstag, 31. März, startet der Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ bei der BASF in Ludwigshafen, während die Jüngeren am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. Mai, bei Böhringer in Ingelheim zum Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ reisen. Wettbewerbspate Schröder drückt allen Siegern die Daumen für den Landeswettbewerb. „Aus unserer Region haben es ja schon viele bis zum Bundeswettbewerb geschafft“, so Schröder. Die evm ist seit 20 Jahren als Patenunternehmen von „Jugend forscht“ aktiv und unterstützt den Wettbewerb finanziell, logistisch und personell. Darüber hinaus informierten Mitarbeiter über die Ausbildungsmöglichkeiten beim Koblenzer Energieversorger.

Siegerliste „Jugend forscht“

Arbeitswelt: Michael Stahl (18), Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz, „Entwicklung eines Datenbanksystems für naturwissenschaftliche Sammlungen an Schulen“.

Biologie: Nico Noisten (16), Wiedtal-Gymnasium Neustadt, „Nährlösungen für Pflanzen aus Bioabfall“.

Chemie: Maria Zorina (17), Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz, „Waschnüsse – umweltfreundlich, oder?“

Mathematik: Yannik Spitzley (19) aus Münstermaifeld, Universität Bonn, „Untersuchung von Lösungen der Erdos-Straus-Vermutung und verwandten Fragestellungen“.

Physik: Marie Konopka (18), Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz, „Die Funktionsweise der Rettungsdecke – eine strahlenphysikalische Untersuchung“.

Technik: David Vogt (22), Landesbetrieb Koblenz, „Zukünftiges Wohnen braucht mehr Klimaneutralität – dafür steht usefive“.

„Schüler experimentieren“

Arbeitswelt: Katharina Schoen (11) und Lucy Felderhoff (11), St.-Stephanus-Realschule plus Nachtsheim, „Makkaroni-Nudeln – eine Alternative zu Plastikstrohhalmen“.

Biologie: Ben Hoffmann (12), Tim Brede (13), Marc-André Theisen (13), Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz, „Climate Saviour“. Außerdem: Damian Schughart (14), Maya Vollmers (13), Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen, „Der Becher der Natur – wie ist er herstellbar?“

Chemie: Julian Hoidn (13), Matthias Dennebaum (12), Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur, „Forschung über Biogasanlage“.

Mathematik: Fabian Mader (11), Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz, „Mathematische Untersuchung des Kartenspiels Set/Trifix“.

Physik: Hendrik Bibow (12), Max-von-Laue-Gymnasium, „Wärmeleitfähigkeit und Hausschuhe – eine Elternempfehlung auf dem Prüfstand“.

Technik: Jonathan Baschek (11), Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz, „Umweltfreundlicher Plastikersatz? Produkte mit Bienenwachs“.

Pressemitteilung der

evm

Makkaroni-Nudeln als Alternative zu Plastiktrinkhalmen: Mit dieser Idee überzeugten Katharina Schoen (rechts) und Lucy Felderhoff (links) von der Realschule plus in Nachtsheim.Foto: Sascha Ditscher/evm Foto: Sascha Ditscher/evm

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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