Gemeinde Swisttal und Energieunternehmen innogy machen gemeinsame Sache
Klimaschutzpreis wurde erstmals an drei Gruppen vergeben
Evangelisches Familienzentrum Maria Magdalena in Heimerzheim holte sich den ersten Preis vor Kindergarten Quellenstraße und neun Gemeindemitarbeitern
Swisttal. Zum ersten Mal wurde jetzt der Klimaschutzpreis vergeben, den die Gemeinde Swisttal gemeinsam mit dem Energieunternehmen innogy ausgelobt hat. Drei Klimaschützergruppen erhielten in Swisttaler Rathaus die Urkunden und Preisgelder in Höhe von insgesamt 1000 Euro.
Der „innogy-Klimaschutzpreis“ würdige Initiativen, die in besonderem Maße Energie effizient einsetzten oder die Umweltbedingungen in den Kommunen erhielten oder verbesserten, so Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. „Strom sparen, Luft und Wasser verbessern, Lebensräume erhalten: Klimaschutz erstreckt sich auf viele Gebiete.“ Entsprechend vielfältig seien die Ideen, die in den Wettbewerb eingebracht wurden.
Besonderes Engagement der Preisträger herausgestellt
Kommunalbetreuerin Lydia Bauer vom RWE-Tochterunternehmen innogy, der interkommunale Klimaschutzmanager Tobias Gethke und Professor Hermann Schlagheck, Vorsitzender der Projektgruppe „Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz“, wählten als Jury die Preisträger aus. Sie stellten bei der Preisverleihung zunächst das besondere Engagement der Preisträger heraus und beschrieben die ausgezeichneten Projekte.
So engagiert sich das Evangelische Familienzentrum Maria Magdalena (Heimerzheim) sehr für die naturwissenschaftliche Bildung von Kindern. Das Familienzentrum wurde daher für sein Umweltschutzprojekt „Auf den Spuren der Insekten – Mit der Lupe unterwegs für den Naturschutz“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Zur Überwinterung von Insekten haben die Kinder dabei Insektenhotels für einen Apfelbaum gebaut und einen Schmetterlingsstrauch gepflanzt, der Insekten anlocken soll. Mit dem Preis von 500 Euro will die Kindertagesstätte einen Forschergarten und eine Kräuterspirale anlegen. Zudem soll ein riesiges Insektenhotel entstehen, um Insekten als Überwinterungsmöglichkeit zu dienen.
Mehr über die Zusammenhänge der Natur erfahren
Mit dem zweiten Platz und 300 Euro wurde die Naturschutzinitiative des Kindergartens Quellenstraße mit dem Titel „Grundsteinlegung für verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und Umwelt“ prämiert. In verschiedenen Projekten erfuhren die Kinder darin mehr über die Zusammenhänge der Natur und den nachhaltigen Umgang mit den Elementen Wasser und Luft. Die Kinder lernten, wie Sonnenenergie für Strom und Wärme genutzt werden kann und erkundeten die Flora und Fauna in Garten, Wald, Feldern und Wiesen. Das Preisgeld will der Kindergarten für weitere Projekte einsetzen, mit denen die Kinder die Zusammenhänge zwischen Flora und Fauna und einem stabilen Ökosystem kennenlernen sollen.
Eine Klimaschutzgruppe von neun Mitarbeiten der Gemeindeverwaltung Swisttal erhielt für das Projekt „CO2-Einsparung von mindestens 777 Kilogramm durch Fahrradfahren“ den dritten Platz, der mit 200 Euro dotiert ist. Die neun Kollegen haben sich das Ziel gesetzt, im Jahr 2018 so oft es geht mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, um mindestens 777 Kilogramm vom Treibhausgas CO2 einzusparen. Das Preisgeld wollen sie zur Beschaffung von Experimentierkästen für Swisttaler Schulkinder einsetzen, die Kinder an das Thema „Erneuerbare Energien“ heranführen. Die Umsetzung dieses Vorhabens wird darüber hinaus von der ILEK-Projektgruppe mit weiteren 100 Euro gefördert, wenn die neun es schaffen, durch die Aktion mindestens 888 Kilo CO2 einzusparen.
Bürgermeisterin will selbst bei einem Projekt mitmachen
„Die Kindertagesstätte des Evangelischen Familienzentrums und der Kindergarten Quellenstraße leisten wichtige Bildungsarbeit und sensibilisieren die Kinder für den Klimaschutz und einen verantwortungsbewussten, nachhaltigen Umgang mit der Natur“, betonte Kalkbrenner. Mit verschiedenen Herangehensweisen und Projekten eröffneten sie den Kindern neue Möglichkeiten, die Natur zu erkunden, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und ihnen ein Bewusstsein für die Bedeutung des Klimaschutzes zu vermitteln. Sie hoffe auch, dass das CO2-Einsparprojekt der Gemeindemitarbeiter weitere Mitstreiter finde und versprach, sich selbst auch, wann immer es gehe, zu beteiligen. „Ich wünsche mir, dass viele Menschen durch die ausgezeichneten Projekte inspiriert werden, sich auch selbst für den Klimaschutz einzusetzen“, so die Bürgermeisterin.
Auch Lydia Bauer war beeindruckt: „Alle Preisträger haben sich hier etwas einfallen lassen. Ich bin immer wieder überrascht, wie vielfältig und kreativ umweltbewusstes Verhalten in puncto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sein kann.“ JOST
