Allgemeine Berichte | 29.10.2019

Verein Bewegtes Koblenz (Orgagruppe Koblenzer Fahrradtag)

Koblenz braucht mehr und bessere Fahrradwege!

Hier müssen Radfahrer die von der Mainzer Straße kommen und auf die andere Straßenseite möchten erst rechts in die Sebastian-Bach-Straße abbiegen, um die Absperrung zu überqueren. Foto: privat

Koblenz. Die Beschilderung auf den Koblenzer Straßen ist teilweise etwas chaotisch. Vor der Horchheimer Brücke steht auf der rechtsrheinischen Seite ein Hinweisschild: Es zeigt deutlich, dass der neben der Eisenbahnspur verlaufende Weg ein Fußgängerweg ist. Dennoch finden Radfahrer wenige Meter vor der Brücke ein Hinweisschild auf einen Fahrradweg.

Auf der linksrheinischen Seite der Brücke hingegen steht ein identisches Fußgängerschild, jedoch mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“. Dies fehlt auf der rechtsrheinischen Seite bzw. wurde aus unerfindlichen Gründen entfernt und nicht ersetzt. Bei einem alleinigen Fußgängerschild muss man das Fahrrad über die etwa 150m lange Brücke schieben, deren Breite des Weges an einer Stelle lediglich 1,20m beträgt. Der schiebende Radfahrer ist etwa doppelt so breit wie ein fahrender Radfahrer, somit wird das Passieren des Gegenverkehrs wir unnötig erschwert. Als Lösungsvorschlag bietet sich hier an, auf beiden Seiten der Brücken eine identische Beschilderung anzubringen, das heißt auf der rechtsrheinischen Seite ein Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ zu ergänzen.

Des Weiteren ist die Verkehrsführung in der Einbahnstraße Johannes-Müller-Straße am ev. Gemeinschaftsklinikum Stift für Fahrradfahrer und Fußgänger gefährlich. Radfahrer dürfen hier laut Schild: „Gemeinsamer Fuß- und Radweg,“ nicht über die Fahrbahn fahren, sondern müssen auf dem Gehweg bleiben. Der Gehweg ist zwar recht breit, jedoch befinden sich vor den Wohnhäusern Hecken. Die Weitsicht ist für Radfahrer begrenzt. Plötzlich aus den Hauseingängen hervorkommende Kinder oder Passanten werden erst viel zu spät gesehen. Möglich wäre hier ein eingezeichneter, vielleicht auch abgegrenzter Radweg in beiden Richtungen. Die Fahrbahn darf so weiterhin von Radfahrern nicht befahren werden. Denn die Einbahnstraße ist recht eng.

An der Kreuzung Jahnstraße/ Mainzer Straße in Richtung CGM-Arena wurde vor wenigen Monaten ein abgegrenzter Fahrradweg errichtet. Grundsätzlich eine gute Idee. Doch es wurde nicht bedacht, dass Radfahrer, die aus Richtung CGM Arena von der Jahn- oder Mainzer Straße kommen und auf den gekennzeichneten Fahrradweg gelangen möchten nicht einfach der Straße folgen und ohne Gefahr den Fahrradweg erreichen, sondern müssen zunächst rechts in die Sebastian-Bach-Straße abbiegen und dabei, auf rechts abbiegende Autos, achten, beim weiteren Überqueren auf die Autos achten, die aus der Sebastian-Bach-Straße kommen. Es gibt hier kein Schild der Art: „Vorsicht! Fahrradfahrer queren“ Grundsätzlich wäre es wesentlich sinnvoller, die Absperrung zu öffnen, damit man einfach geradeaus auf den Fahrradweg gelangt.

Sicherer und nachhaltiger Radverkehr

Die hier vorgestellten Beispiele für eine verquere Verkehrsführung und Beschilderung sind Grund genug, sich für einen sicheren und nachhaltigen Radverkehr einzusetzen. Dafür gibt es den jährlich stattfindenden Fahrradtag. Nächstes Jahr findet er am 6. Juni auf dem Zentralplatz statt. Der Verein „Bewegtes Koblenz eV“ organisiert nicht nur den Fahrradtag, sondern setzt sich generell für ein in die Zukunft gerichtetes und nachhaltiges Verkehrskonzept in und für Koblenz ein. Alle Bürgerinnen und Bürgern bietet er die Gelegenheit, sich zur Verkehrssituation in Koblenz zu äußern.

Hier müssen Radfahrer die von der Mainzer Straße kommen und auf die andere Straßenseite möchten erst rechts in die Sebastian-Bach-Straße abbiegen, um die Absperrung zu überqueren. Foto: privat

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Kommentare
30.10.201908:34 Uhr
Uwe Klasen

Endlich einmal eine sachliche Bewertung des aktuellen Sachstandes und nicht, wie Ansonnsten, GRÜNES Wunschdenken ohne fachlichen Hintergrund!

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