Allgemeine Berichte | 19.11.2020, 13:33 Uhr

Zehn Jahre KoblenzerLernpatenProjekt

KoblenzerBürgerStiftung dankt allen Beteiligten für ihr beispielloses Engagement

V.li. Vera Wolber (Lernpatin), Rainer Linnig (Vorstandsvorsitzender), Kathleen Benekenstein (Geschäftsführerin), Hermann Josef Schuster (Lernpate).Foto: Rolf Hennequin
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Koblenz. Was mit der Lernpatenidee, die Bildungschancen von Grundschulkindern mit besonderem Betreuungsbedarf zu verbessern, nach langer Vorbereitungszeit 2010 begann, genießt durch ihre konsequente Umsetzung zehn Jahre später überregionale Anerkennung, hat heute für viele anderen soziale und ehrenamtlich tätigen Institutionen eine Vorbildfunktion und ist inzwischen auch mehrfach ausgezeichnet worden. Das KoblenzerLernpatenProjekt ist dabei kein klassisches schulisches Nachhilfeprojekt, sondern es bietet Grundschulkindern ergänzend zur Familie und Schule wertvolle Unterstützung – emotional und sozial. Heute sind alle 25 Grundschulen Kooperationspartner im Programm und die aktiven Lernpaten engagieren sich mindestens einmal pro Woche für zwei Stunden, viele von ihnen auch weitaus mehr.

Durch das beispielhafte Engagement der mittlerweile über 80 aktiven Lernpatinnen und Lernpaten konnte das ehrenamtliche Förderprogramm inzwischen mehr als 400 Grundschulkindern eine verbesserte Zukunftschance geben.

Mit Begeisterung berichten Vera Wolber und Hermann Josef Schuster von ihrer langjährigen Tätigkeit als Lernpatin bzw. Lernpate. Auch nach sieben bzw. zehn Jahren fehlt es nicht an Motivation, funkeln die Augen beim Erzählen. „Ich hatte eine wohlbehütete Kindheit“, berichtet Vera Wolber „und ich möchte unbedingt etwas davon zurückgeben“, sagt sie über ihr Engagement bei der Bürgerstiftung. „Man braucht viel Geduld, bis eine Beziehung entsteht. Aber dann zu sehen, wie sich ein Kind entwickelt, welche Fortschritte es macht und mit welcher Freude es auf die Treffen wartet, das ist der schönste Lohn“, setzt sie ihre Ausführungen fort.

„Die Kinder sind absolut ehrlich und dankbar“, ergänzt Hermann Josef Schuster „und eigentlich wollen alle Kinder der Klasse am liebsten einen Lernpaten“, fügt er an. Beide haben in ihrer Zeit als Paten bereits mehrere Kinder begleitet, haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. „Es ist gut, einen Träger wie die Bürgerstiftung an der Seite zu haben“, sind sie sich einig, „dort laufen die Fäden zusammen und es gibt immer einen Ansprechpartner.“

„Wir sind sehr stolz auf diese Entwicklung, die nur mit einem verlässlichen Team, der guten Kooperation mit den Schulen und den vielen Unterstützern möglich ist“, zieht Kathleen Benekenstein, Geschäftsführerin und Projektleiterin der KoblenzerBürgerStiftung, Resümee.

Neben der KoblenzerEhrenamtsAgentur ist das Lernpatenprojekt ein weiteres eigenes Projekt der Stiftung. Das erklärte Ziel war zu Beginn, dass das Projekt nach ein paar Jahren von der Stiftung getragen und finanziert werden sollte. „Leider ist dies auf Grund der langanhaltenden Zinssituation auch nach zehn Jahre keine Realität. Wir sind weiterhin auf Spenden und Zuschüsse angewiesen, um das Projekt in der gewohnten Weise fortführen zu können“, ergänzt Rainer Linnig, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung. Die Lernpatinnen und Lernpaten üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Kosten entstehen vor allen Dingen für die Organisation/Personal, die Schulung, Referenten und Sachmittel.

Pressemitteilung der

KoblenzerBürgerStiftung

V.li. Vera Wolber (Lernpatin), Rainer Linnig (Vorstandsvorsitzender), Kathleen Benekenstein (Geschäftsführerin), Hermann Josef Schuster (Lernpate).Foto: Rolf Hennequin

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