plus/minus 60 aktiv lernten die syrische Küche kennen
Kochen mit Kontrast
Fremde Rezepte und Gerichte probiert
Kobern-Gondorf. Es war ein Kochabend der Gegensätze, welche zu einem großen, vergnüglichen und informativem Miteinander führten. Wer und was standen sich gegenüber bei der Einladung des Vereins plus/minus 60 aktiv zu einem Kennenlernen der syrischen Küche? Es stießen nicht nur grüne Gurken auf rote Paprika, gelber Bulgur auf grüne Petersilie, nein, es trafen sich elf Männer und Frauen mit dem syrischen Paar Silva und Nezar, die vor einiger Zeit über den Irak nach Deutschland geflüchtet waren. In Kobern-Gondorf haben sie mit ihren drei Kindern eine neue Heimat gefunden. Durch fleißiges Lernen der deutschen Sprache war es ihnen sehr gut möglich, das mehrgängige Menü den angemeldeten „Köchen und Köchinnen“ zu erklären und diese anzuleiten. Die Organisatorin des Abends, Mechthild Probstfeld, hatte vorher gemeinsam mit Silva die Rezepte in die deutsche Sprache transferiert und ausführliche Anleitungen dazu geschrieben. Während der Auflauf namens Kabab-Bangaan mit Paprika, Tomaten, Zwiebeln, verziert mit Hackfleischbällchen und Auberginen noch den bekannten Ofenspeisen ähnelte, traten bei der Nachspeise ganz neue Gerüche auf. Ein Sirup wurde mit Rosenwasser angesetzt, viel Zitrone ließ Milch gerinnen und sorgte für einen körnigen Frischkäse, der, mit Mascarpone verrührt, als Füllung eines Grieß- Mozzarella-Teiges diente. Diesen komplizierten Akt vollzog Silva alleine vor den Augen der staunenden Gäste. Auch in Syrien werden derart aufwendige Gerichte nur zu besonderen Anlässen serviert. Tsatsiki, frisch angesetzter Ayraan und ein Petersiliensalat rundeten das Menü ab; unerlässlich war frische Minze dazu.
Egal, ob die Kommunikation auf Deutsch, Gondorfer Platt oder in Kurdisch verlief, es hat allen sehr gut geschmeckt und fröhlich wurde hinterher der große Abwasch erledigt.
