Forum Kultur Bad Breisig hatte eingeladen
Köln, wie man es so noch nicht kannte
Eine Begegnung mit Michael Markolwitz
Bad Breisig. Einen höchst kurzweiligen geschichtlichen Schnellkurs rund um „Et hillige Kölle“, also um Köln, die „kleinste Millionenstadt Deutschlands“ vermittelte Michael Markolwitz, der diplomierte Stadtführer aus der Domstadt, einem hoch interessierten Publikum im Hotel „Rhein-Residenz“. Die Veranstaltung gehörte zu der vom Forum Kultur (Vorsitzender: Bernd Lang) organisierten Event-Reihe „Kultur im Hotel“. Die immer fröhliche Geschichtsstunde wurde musikalisch begleitet von einer Combo mit Klavier, Gitarre und Schlagzeug, und die von Beginn an aufgeschlossen wirkende Zuhörerschaft machte beim Singen der zum jeweiligen Thema passenden kölschen Lieder kräftig mit. So schallte der „Kölsche Stammbaum“ ebenso bis hinunter zur Rheinpromenade, wie auch die anderen gesanglichen Würdigungen der Domstadt. Wie Köln einst aus dem Nichts entstand, wie Aggripina, die mordlüsterne Schönheit, die Stadt einst gründete, wie noch ein Rheinarm dort floss, wo heute der Alter Markt ist, wie sich aus dem römischen Forum der heutige wirtschaftliche Mittelpunkt mit Hohe Straße und Schildergasse entwickelte, wie die Jagd nach Reliquien zur Grundsteinlegung des Doms im Jahr 1248 führte, wie tief das gewaltige Gebäude fundamentiert wurde, wo man das Gestein für den Bau her holte, welche Storys sich um den Bau ranken - all das und vieles mehr wusste der Vortragende unterhaltsam zu erzählen. Er nahm dabei das Publikum immer wieder mit, indem er Fragen stellte und das Wissen der vielen Köln-Fans im Saal prüfte. Er vergaß auch nicht, die seinerzeit fleißigen „Kölner Heinzelmännchen“ auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen und kam zu dem Schluss: „die blöde Schneidersfrau, die den ganzen Spuk auffliegen ließ, kam sicher aus Düsseldorf!“ Wirklich jedoch waren die Auswirkungen der Occupation durch die französischen Revolutionstruppen, später die Irritationen durch die protestantischen Preußen - all dies formte die Geschichte der Stadt, in der „die barocke Baukunst völlig fehlt.“ Eine Menge von Details fügten sich in die historischen Abläufe ein, so zum Beispiel die Gechichte von „4711“, das seinen Namen von der durch die Franzosen zugewiesenen Haus-Nummer hat. Michael Markolwitz konnte aus der Fülle seines Wissens schöpfen, und man hätte ihm noch stundenlang zuhören können. Vielleicht ensteht aus der Begnung der Wunsch, einmal den Dingen vor Ort in Köln nachzugehen - dort kann man sicher noch viel mehr Interessantes von ihm erfahren. Immerhin musste der Referent eine zweieinhalbjährige Ausbildung machen, ehe er sich „offizieller Stadtführer“ nennen durfte. Der lange anhaltende Beifall war der Dank einer Zuhörerschaft, die in ihrer ohnehin hier verbreiteten Liebe zur Domstadt zusätzlich bestärkt wurde.. FA
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- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
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