„Paveier und Gäste“ glänzten in der Konzerthalle im Kurpark in Bad Neuenahr
„Kölsche Tön“ zur Weihnacht
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie schon 2014 und 2015 glänzte die Kölner Kultband „Paveier“ auch in diesem Jahr wieder mit ihrem kölschen Weihnachtsprogramm inklusive besonderen Gästen.
Die Konzerthalle im Kurpark war wieder einmal Schauplatz einer ganz speziellen Veranstaltung. Und das gleich zweimal, denn „Paveier und Gäste“ brachten ihre inzwischen weit über die Grenzen des Rheinlands hinaus beliebte Weihnachtsshow an diesem Tag sowohl nachmittags (14 Uhr) als auch abends (19 Uhr) auf die Bühne und setzen damit ein kleines Glanzlicht inmitten der hektischen Vorweihnachtszeit.
Gesang aus der „Kayjass Nummer Null“
Fester Bestandteil der Paveier-Weihnacht war wieder einmal der Chor der Kölner Hauptschule Großer Griechenmarkt, besser bekannt, als die „Kayjass Nummer Null“, in der einst der nicht minder bekannte Lehrer Welsch lehrte.
„Wann kommst Du, Weihnachtsmann“ und der „Schwatze Mann“ war von den Kindern zu hören, ehe es dann tatsächlich einmal „Nicht-Kölsch“ wurde. Stargast war die Londonerin Yana Kris-Molina.
Sie präsentierte mit den Kindern „Oh Holy Night“ und „Amazing Grace“.
Brückenschlag von Karneval zu Weihnachten
Der Rest der beiden Veranstaltungen war rheinisch, die Paveier waren in ihrem Element. Sie zeigten gekonnt und mit Engagement, wie sich Karnevalsmusik mit Weihnachten verknüpfen lässt. Denn irgendwo finden sich immer Verbindungen. „Unseren Hit ‚Leev Marie‘ singen wir heute nicht, obwohl der Text ‚Leev Marie, ich bin kein Mann für eine Nacht‘ im weitesten Sinne ja auch was mit dem Thema Weihnachten zu tun hat“, machte Bubi Brühl in seiner Anmoderation deutlich. Dafür gab es Winterliches zu hören, wie die das Lied vom Kalender, der jetzt jeden Tag dünner wird, oder die Erinnerung an die „Winterzicke em ahle Kölle.“ Da wurde musikalisch an „Dä ärme Schniemann“ erinnert, und die „Leechterkette“ wurden aufgehangen. Ein Klassiker dazu: die „unmusikalischen Dombläser“ und ihr „Heilig Abend auf dem Dom“, dieses Jahr mit dem Susaphon dargeboten und ebenfalls dargestellt von den Paveiern. Die können übrigens noch viel mehr als singen. Bubi Brühl präsentierte sich einmal mehr als toller Geschichtenerzähler. Bei seinen Erzählungen in tiefsten Kölner Dialekt heißt es, ganz genau hinzuhören. Dieses Jahr ging es um eine Arbeiterfamilie aus Köln-Kalk. Just in deren Hausflur trugen beim „Kloosdaach en d’r Thumbstroos“ zwei Weihnachtsmänner ihre Revierkämpfe aus und schlugen aufeinander ein. Schnell hatten sich alle aber wieder lieb, und die Paveier machten klar: „Nit alle Engel hann Flüjel.“ Am Ende stimmten Band und Gäste dann gemeinsam ein Weihnachtslieder-Potpourri an: „Süßer die Glocken nie klingen“, „Alle Jahre wieder“ und „Leise rieselt der Schnee“. Die Paveier feierten zugleich ihren 33. Bandgeburtstag und ließen damit das Konzertjahr im Kurpark würdig ausklingen. Man freut sich aufs kommende Jahr, wenn die sechs Musiker erneut alte und neue Lieder in kölscher Sprache erklingen lassen, in denen das schönste Fest des Jahres besungen wird: mal heiter und mit einem gehörigen Augenzwinkern, mal zu Herzen gehend und besinnlich. Wie schon im vergangenen Jahr sorgte Bubi mit seinem „Goldenen Buch“ für viele Lacher. Ihre Wurzeln hat die Veranstaltungsreihe in der seit 25 Jahren stattfindenden „Kölschen Weihnacht“ des WDR.
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