Phänomen Honigbiene an der Grundschule in Rheinbach
Königin, Arbeitsbiene und Drohne
Vierzehn Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen beteiligen sich an der AG
Rheinbach. „Die Honigbiene eignet sich wie kaum ein anderes Lebewesen dafür, bereits bei jungen Menschen das Interesse an komplexen biologischen Zusammenhängen zu wecken und zu fördern, sodass sie eines Tages selbst die Verantwortung für eine lebenswerte Umwelt übernehmen können.“ Diese Aussage von Jürgen Tautz, Professor am Bienenzentrum der Bayerischen Julius-Maximilian-Universität in Würzburg, haben sich einige Imkerinnen und Imker des Bienenzuchtvereins Rheinbach zum Motto gemacht und mit der Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg in Rheinbach eine Arbeitsgruppe „Phänomen Honigbiene“ ins Leben gerufen. Vierzehn Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen beteiligen sich seit Beginn des 2. Schulhalbjahrs an der AG. In den ersten Wochen lernten sie in Unterrichten, wie die Bienen wohnen, bastelten Rähmchen mit Mittelwänden und wurden in die Eigenschaften und Aufgaben der drei Bienenwesen Königin, Arbeitsbiene und Drohnen eingewiesen. Sie lernten die verschiedenen „Berufe“ kennen, die eine Arbeitsbiene im Laufe ihres Lebens ausübt: Pflege des Nachwuchses, Bauen von Waben, Heizen und Belüften, Einlagern von Pollen und Honig, Bewachen des Eingangs, Erkunden von Pollen- und Nektarquellen und das Sammeln von Pollen und Nektar. Weitere Themen wie Umgang mit einem Bienenschwarm und Honigkunde bis hin zur Honigernte werden bis zum Ende des Schuljahres folgen. In den Osterferien haben die Imker zwei Bienenvölker im Schulgelände aufgestellt. Nun kann die praktische Arbeit an den Bienen beginnen. Die AG wird nun wöchentlich die Entwicklung der Völker hautnah beobachten können. Der Bienenzuchtverein hat nicht die Absicht, aus den Schülern Imker zu machen. In den Kindern soll im Sinne des Professors Tautz Interesse an biologischen Zusammenhängen geweckt werden. Die Kinder sind mit Begeisterung bei der Sache, sodass es scheint, als könnte dieses Ziel errecht werden. Weitere Informationen beim Leiter der Arbeitsgruppe, Hartmut Neumann, unter Tel. (0 22 26) 30 62 oder unter hn.imhoog@arcor.de.
Die Kinder sind mit Begeisterung bei der Sache.Foto: privat
