Allgemeine Berichte | 24.08.2016, 14:02 Uhr

Villiper Schützenkönig konnte sein Versprechen einlösen

Königspaar gab sich vor dem Altar das ersehnte Ja-Wort

Franz und Gabi Höhne feierten kirchliche Hochzeit nach zwanzig Ehejahren

Dechant Zeyen zelebrierte die Messe für das besondere Brautpaar.
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Wachtberg-Villip. Ausnahmsweise während der Schützenfestmesse durfte sich das Königspaar Franz und Gabi Höhne am 20. August das lange ersehnte Ja-Wort vor dem Traualtar geben. Um 16 Uhr waren die beiden mit allen Ehrenbekundungen vom Tambourcorps zuhause abgeholt worden. Eine Stunde später war es dann soweit. Die St.-Sebastianus-Bruderschaft hatte sich eigens dafür eingesetzt, dass das Paar endlich einen lang gehegten Wunsch an diesem besonderen Tag wahr werden lassen konnte. Normalerweise werden im Rahmen dieser besonderen Messe, die anlässlich des Schützenfestes stattfindet, keine Trauungen vollzogen. Angesichts der langen Zeit und der wechselvollen Geschichte, die der Wunsch von Franz und Gabi Höhne hatte, hatte man eine Ausnahme ermöglicht.

Als das Paar vor zwanzig Jahren standesamtlich heiratete, sei eine kirchliche Hochzeit aus familiären Gründen nicht möglich gewesen. Immer wieder, so berichtete Gabi Höhne, hatten die beiden die kirchliche Hochzeit an einem besonderen Datum nachholen wollen. Und immer wieder, so Gabi Höhne weiter, sei es aus irgendwelchen Gründen gescheitert. Der letzte Wunschtermin, der bereits fünfzehn Jahre hinter der standesamtlichen Eheschließung lag, war der 11.11.2011. Das Vorhaben scheiterte, weil das Datum auf einen Wochentag fiel, an dem in Wachtberg keine Ehen geschlossen werden. Eine Ausnahme konnte damals nicht ermöglicht werden.

Zwei besondere Ereignisse

Als nun in diesem Jahr Franz Höhne am Fronleichnamstag zum ersten Mal auf den berühmten Vogel schoss und ihn auch gleich abschoss, war die Idee bald geboren: Er machte seiner Frau den Vorschlag, an einem wahrlich besonderen Tag die kirchliche Hochzeit nachzuholen: Das Ereignis und das Fest, auf das das Paar seit zwanzig Jahren hoffte, sollte am Tag des Schützenfestes stattfinden. So gab es für das Paar selbst, die Bruderschaft, Bekannte und Verwandte bald alle Hände voll zu tun, um das Fest passend zu organisieren. Am vergangenen Samstag war es endlich soweit. Nach zwanzig Jahren konnte Franz Höhne endlich sein Versprechen einlösen. Vor dem Altar der Pfarrkirche in Villip gab sich das Paar feierlich das Ja-Wort und erhielt Gottes Segen. Besonders in der heutigen Zeit, so Gabi Höhne, in der Paare vielfach ihre Ehen oder Beziehungen aufgeben, sei es ein großes Glück, seine Liebe und Verbundenheit auf diese besondere Weise noch einmal besiegeln zu dürfen. Auch Tochter Janina findet es schön, dass es nach all den Jahren, in denen der Wunsch ihrer Eltern „in der Luft lag“, doch noch geklappt hat.

Schützenball mit Hochzeitstorte

Nach der Trauung wurde das Paar im Schützenhaus mit einer Hochzeitstorte von der Bruderschaft zum Krönungsball mit der Gruppe Herzschlag und mit einem bunten Überraschungsprogramm erwartet. Die Prinzengarde von Villip hatte es sich nicht nehmen lassen, einen Tanz zu Ehren des Paares aufzuführen. Colör, eine reine Frauen-Mundartgruppe aus Köln, trug ebenfalls gekonnt zu einem gelungenen Abend bei und heizte dem Publikum mit flotten Rhythmen ein. So feierte die Familie Höhne und mit ihr alle Verwandten, Vereinsmitglieder und Bekannten ein stimmungsvolles Fest, auf das Franz und Gabi Höhne lange gewartet hatten.

Feierliche Stimmung vor den entscheidenden Worten.

Feierliche Stimmung vor den entscheidenden Worten.

Endlich konnte der Schützenkönig im Kreise des Schützenvereins sein Versprechen einlösen.

Endlich konnte der Schützenkönig im Kreise des Schützenvereins sein Versprechen einlösen.

Glücklich fuhr das langjährige Paar vor der Kirche in Villip vor.

Glücklich fuhr das langjährige Paar vor der Kirche in Villip vor.

Dechant Zeyen zelebrierte die Messe für das besondere Brautpaar.

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