Feuerwehren der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen - Projekt des Rheinland-Pfälzischen Landesfeuerwehrverbandes
„Komm, mach mit!“: Die Feuerwehr auf Nachwuchssuche
Freiwillige Feuerwehren warben neue Mitglieder an
Höhr-Grenzhausen. Wer am letzten Dienstag mal eben schnell zum REWE einkaufen gehen wollte, musste an zwei großen Feuerwehrautos und vielen Feuerwehrmännern vorbei. Zusätzlich zum Einkaufskorb fuhr man dann mit einem roten Feuerwehreimer und einer Menge Informationsmaterial wieder nach Hause. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, wozu auch Hilgert und Hillscheid gehören, hatten sich mittags auf dem Parkplatz am REWE platziert.
Und das für einen wichtigen Grund: Mitglieder anwerben und über Feuerwehrarbeit informieren. Verschiedenes Anschauungsmaterial sorgte für Interesse nach dem Wocheneinkauf. So konnte man an einem echten Feuerwehrauto genau besichtigen, welche Utensilien sich darin befinden. Für fachliches Wissen standen einige Mitglieder der Feuerwehr in ihrer Uniform bereit. Die „Uniform“, die bei einem Einsatz getragen wird, hing als Modell aus und konnte begutachtet werden. Wenn es zu längeren Gesprächen kam, fanden die Besucher auf bequemen Liegestühlen am Infostand Platz, um einige Zeit zu verweilen und sich über die Arbeit mit dem Feuer Gedanken zu machen.
Blaulicht bei der JHV
Der letzte Einsatz ist noch nicht lange her. Ausgerechnet während der Jahreshauptversammlung ertönte das Signal der Rettungsleitstelle. Sieben Menschen konnten bei diesem Wohnhausbrand gerettet werden. Damit auch weiterhin die Sicherheit der Bürger garantiert ist, braucht die Feuerwehr dringend Nachwuchs. Auch Frauen sollten sich angesprochen fühlen, damit die sechs Frauen, die momentan unter den 80 Feuerwehrleuten zu finden sind, verstärkt werden. Wie spannend die Jugendfeuerwehr ist, zeigte eines der vielen Informationsheftchen auf. Denn neben dem Erlenen von Feuerbekämpfung, Menschenrettung und Co. stehen Spaß und Ausflüge im Team weit oben. Aber auch über das richtige Verhalten der Haushalte wurde aufgeklärt. Neben dem gesetzlich verpflichtenden Feuermelder sollte auch ein Kinderfinder in Wohnungen vorhanden sein. Diese und viele weitere Informationen bekam man mit nach Hause. Symbolisch war alles in einen roten Eimer gepackt, so wie es früher zur Feuerbekämpfung üblich war. In verschiedenen Sprachen erinnert der Eimer an das Verhalten im Brandfall. Der Infostand war ein Projekt des Rheinland-Pfälzischen Landesfeuerwehrverbandes.
Umfangreiche Städtetour
Die Städtetour der Feuerwehr besucht insgesamt 36 Städte und klärt über Feuerwehrarbeit auf. Dieses Projekt stieß auf so viel Begeisterung, dass sogar eine Schulklasse den Weg zum REWE-Parkplatz fand und sich informieren ließ. Am Ende des Nachmittages waren alle Eimer verteilt und die Feuerwehr machte sich auf den Heimweg. Vielleicht steht beim nächsten Treffen ja der ein oder andere im Feuerwehrhaus, der neben Fleisch, Käse und Gemüse auch eine große Portion Willensstärke und Hilfsbereitschaft mit eingepackt hat.
