Allgemeine Berichte | 17.02.2017, 16:27 Uhr

Prinzengarde feiert STATT-Sitzung

Kommandant Friedel Groß debüttierte als Reiter

Das Fanfarenkorps sorgte für die richtigen Töne. Fotos: StF
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Meckenheim. Überaus gut besucht war die STATT-Sitzung der Prinzengarde Meckenheim in der Schützenhalle der Apfelstadt. Kommandant Friedel Groß konnte neben zahlreiche Jecken auch Bürgermeister Bert Spilles begrüßen, der jedoch direkt zu „Bob dem Baumeister“ umgewandelt wurde. Dabei spielte der Chef der Prinzengarde auf den Umbau der Hauptstraße an, aber auch auf den Neubau des Rathauses, die „Town Hall“ von Meckenheim.

Von der Bühne aus bot sich den Verantwortlichen ein buntes und farbenfrohes Bild, zog doch die Prinzengarde mit voller Besetzung und Kinderprinzessin Sina I. mitsamt Hofdame Svenja und dem kompletten Hofstaat in die Narhalla ein. Aber die Kinderprinzessin ist genauso wortgewaltig wie Kommandant Friedel Groß, und auch Hofdame Svenja zeigte, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist. Denn seit der Proklamation war die Frage offen, was wohl die Hofdame unter dem schicken Ornatkleid trägt. Sie präsentierte stolz dem Publikum und dem Kommandanten - extra aus Uromas Wäschetruhe - ein Höschen im XXXL-Format. Nach dieser gelungenen Retoure wurde gemeinsam mit der Prinzessin das Meckheimer Lied gesungen.

Nachdem die Tollitäten ihre Plätze eingenommen hatten, war es Zeit für die „Ruude Stümpche“ die jüngsten Mitglieder der Prinzengarde. Schon in voller Uniform und mit perfekten Tanzschritten zeigten die Bambinis, dass es um den Nachwuchs im närrischen Meckenheim durchaus gut bestellt ist. Tanz in einer Garde ist harte Arbeit, und Friedel Groß betonte, dass die einzelnen Garden hier bereits seit dem Sommer mehr als einmal in der Woche trainieren, damit das Publikum mit flotten Tänzen erfreut wird. Ganz viel Applaus gab es da für Selina Münch als Solomariechen, die einen Tanz mit viel Akrobatik hinlegte und hierfür kräftig gefeiert wurde.

Als Eisbrecherin hatte man die kölsche Stimmungssängerin Claudia Roland verpflichtet, die eigene Texte und Melodien dabeihatte. Auch wenn die Texte den meisten nicht bekannt waren, konnte Claudia Roland das Publikum auf ihre Seite bekommen. Bereits in ihrem ersten Song nahm sie die Zuhörer mit auf eine Reise durch Köln mit seinen Sehenswürdigkeiten, und vor allem das Lied „Hotte-Hü“ kam beim Publikum gut an. Eine Zugabe wurde folgerichtig vom Publikum eingefordert. Friedel Groß wünschte sich „Hotte-Hü“ noch einmal als Zugabe. Konnte er haben, aber dann musste er das Lied auf der Bühne mittanzen.

Auch wenn er sich zierte und bemerkte, dass er ein schlechter Tänzer sei, aus dieser Nummer kam er nicht mehr heraus, und das Publikum bekam einen Kommandanten zu sehen, der sich mit ententanzähnlichen Bewegungen mit Claudia Roland auf der Bühne abarbeitete. Das gab dann einen Riesenapplaus.

Was es nicht bei der STATT-Sitzung für die Künstler gab, waren Orden.

Da man in Meckenheim ist, gab es statt dessen eine Kiste von der Grafschafter Krautfabrik, quasi Gesundheit pur.

Als Meister in der Bütt empfahl sich anschließend Ralf Knoblich als „Dä Knubbelich vom Klingelpütz“. Wobei vor allem die historische Uniform als Kölner Wachtmeister durchaus sehenswert war. Da durften natürlich auch aktuelle Themen nicht fehle. Anschließend ging es die Kölner Wirtschaft, dorthin, wo es keine WC-Erlebniswelt gibt, sondern die beigen Kacheln aus den 60er Jahren und der Wirt beim Putzen auf Glyphosat schwört.

Wo es als Neujährchen vom Wirt eine Flasche Kabänes gibt, – aber was tun, wenn es draußen glatt und kalt ist. Die Flasche könnte ja bei einem Sturz kaputt gehen. Die beste Lösung ist natürlich, sofort zu trinken und überhaupt, was gibt es schöneres als mit Ehefrau Flora in der Wirtschaft zu sitzen.

Da hatte die Prinzengarde natürlich ihre eigene Antwort drauf. Und im Meckenheimer Stadtteil Altendorf-Ersdorf gibt es das Männerballett „Dicke Föös“, die für anhaltende Strapazen der Lachmuskulatur sorgten. Aber auch die musikalischen Parts wussten zu überzeugen, insgesamt hatte die Prinzengarde ein Programm auf die Beine gestellt, was einen bunten Querschnitt des traditionellen Karnevals zeigte und das auf einem sehr hohen Niveau.

STF

Sina I. und ihre Hofdame Svenja wurden jubelnd empfangen.

Sina I. und ihre Hofdame Svenja wurden jubelnd empfangen. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

Als „Bob, der Baumeister“ wurdeBürgermeister Bert Spilles emfpangen.

Als „Bob, der Baumeister“ wurde Bürgermeister Bert Spilles emfpangen. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

Die „Roode Stümpche“ als Nachwuchs bekamen viel Applaus.

Die „Roode Stümpche“ als Nachwuchs bekamen viel Applaus. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

Kommandant Friedel Groß undSängerin Claudia Roland beim „Hotte-Hü“-Tanz

Kommandant Friedel Groß und Sängerin Claudia Roland beim „Hotte-Hü“-Tanz Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

Das Fanfarenkorps sorgte für die richtigen Töne. Fotos: StF Foto: Stefan Fassbender Pressebuero

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