Katholische Pfarrgemeinde St. Kunibert Heimerzheim
Kommunionkind Sophie Braun ritt auf dem Esel
Messdienerschar führte die Prozession zur Kirche an
Heimerzheim. Es ist der Ruf des Esels und das reichliche Weihwasser, das die Gläubigen am Palmsonntag vor dem Pfarrzentrum der katholischen Pfarrgemeinde St. Kunibert Heimerzheim besonders belustigt. Pater Friede betonte, dass der Esel im Leben Jesus eine wichtige Rolle spiele. War er es doch, der Jesus kurz nach seiner Geburt von Bethlehem nach Ägypten brachte. Und nun durfte er Jesus als König nach Jerusalem tragen. Tobias Michels aus Dünstekoven durfte einen Text vortragen, in dem er sich mit den Gedanken des Esels beschäftigt. So sagt der Esel: „Mein Alltag wurde nicht heller dadurch, dass ich dich habe tragen dürfen, ich kann ja auch nicht ewig von Sternstunden leben. Aber du hast mir seitdem zwei Laute geschenkt, die kein anderer so ausstoßen kann wie ich: IA. Dies bedeutet in Amore - in Liebe. Ich habe dich aus Liebe getragen.“
Die Kinder der Katholischen Kindertagesstätte beschäftigen sich unter der Leitung von Silke Mayer und Silke Blissenbach schon in der Woche vor Palmsonntag mit dem Einzug Jesu in Jerusalem. Es wird zwar von Palmzweigen gesprochen, in der hiesigen Region sind es jedoch Buchszweige, die die Gemeindemitglieder mitbrachten, um sie segnen zu lassen und den Segen mit nach Hause zu nehmen. Nicht nur im Kindergarten werden die Zweige mit bunten Bändern geschmückt und zu einem Palmstock gebündelt. Peter Heinemann stimmte das Lied „Suchen und Fragen“ an.
Die Menschen in Jerusalem stellten sich auch die Frage: Wer ist dieser Mensch, für den seine Anhänger Zweige von den Palmen nahmen und diese als Teppich auf die Straße legten, um zu verdeutlichen, welche Wertschätzung sie ihm entgegenbrachten. Die große Messdienerschar führte die Prozession zur Kirche an, bei der Sophie Braun, unter den Kommunionkindern ausgelost, auf dem Esel reiten durfte. Mit dem Lied Laudato si folgte die Gemeinde.
