Die EEG 2023 macht Photovoltaik-Anlagen attraktiver
Komplett-Einspeisung kann lukrativ sein
Cochem-Zell. Die Rahmenbedingungen für die Produktion eigenen Solarstroms haben sich durch die Neuerungen im Rahmen des EEG 2023 weiter verbessert. So gibt es nun die Möglichkeit, für eine Photovoltaik-Anlage, die den Strom komplett in das öffentliche Stromnetz einspeist, eine höhere Einspeisevergütung zu bekommen, als man bei einer Überschuss-Einspeisung erhalten würde. Außerdem spielt es in den Jahren 2022 und 2023 keine Rolle, in welchem Monat die Anlage in Betrieb geht, da die Einspeisevergütung in der Zeit konstant bleibt. Die Höhe der Einspeisevergütung ist dann wie gehabt für 20 Jahre fixiert. So beträgt die Einspeisevergütung bei einer Komplett- Einspeisung 13 Cent je Kilowattstunde bei Anlagen bis zu einer Spitzenleistung von 10 Kilowatt. Ist die Anlage größer, gelten für die ersten 10 Kilowatt ebenfalls die 13 Cent und für die weiteren Kilowatt 10,9 Cent. Hingegen würde man bei einer Anlage zur Überschuss-Einspeisung 8,2 Cent für die ersten 10 Kilowatt und 7,1 Cent für die weiteren Kilowatt Spitzenleistung erhalten. Dennoch bleibt es am lukrativsten, einen Teil des Stroms selbst zu verbrauchen. Trotz gestiegener Preise für Photovoltaik-Anlagen ist die Differenz zwischen den Stromgestehungskosten und den Stromeinkaufskosten noch sehr hoch. Dies liegt nicht zuletzt an den gestiegenen Strompreisen, welche derzeit für Neukunden meist über 40 Cent je Kilowattstunde betragen, Tendenz weiter steigend. Die Möglichkeit der Komplett-Einspeisung kann aber für Gebäude sehr interessant sein, in denen der Stromverbrauch nicht sehr hoch ist. Anstatt dort nur eine sehr kleine Photovoltaik-Anlage oder gar keine Anlage zu errichten, können beispielsweise zwei verschiedene Anlagen zum selben Zeitpunkt errichtet werden. Die erste Anlage dient dem Eigenverbrauch und der Überschuss-Einspeisung und die zweite Anlage dient der Komplett-Einspeisung. Zwischen der Installation zweier Anlagen muss nun nicht mehr 12 Monate gewartet werden. So schafft das EEG 2023 einen Anreiz, die Dachflächen komplett zu belegen, anstatt viel Potential liegen zu lassen. Beispiele für Gebäude, auf denen dies interessant sein kann, sind Lagerhallen, Dorfgemeinschaftshäuser oder Feuerwehrgerätehäuser. Lässt sich auf einem Dorfgemeinschaftshaus auf dem Süd-Westdach eine PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von 30 Kilowatt installieren, ist die Wirtschaftlichkeit der Komplett-Einspeisung selbst dann noch gegeben, wenn die Photovoltaik-Anlage knapp 2.000 Euro, anstatt 1.000 Euro je Kilowatt Spitzenleistung kostet. Die Tatsache, dass PV-Module inzwischen durchaus eine Lebensdauer von 35 bis 40 Jahren aufweisen, macht die Wirtschaftlichkeit noch besser. Eine weitere Neuerung im Rahmen des EEG ist, dass nun Anlagen bis zu einer Spitzenleistung von 30 Kilowatt von der Einkommens- und Gewerbesteuer befreit sind. Zuvor waren nur Anlagen bis 10 Kilowatt davon befreit. Bei Anlagen mit einer Leistung von über 30 Kilowatt entfällt nun auch die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch, da diese komplett abgeschafft wurde. Zudem ist bei einigen Anlagen im nächsten Jahr kein separater Zähler für die Einspeisung mehr nötig. Die kreiseigene Energieagentur „Unser-Klima-Cochem-Zell e.V.“ bietet kostenlos eine Broschüre zum Thema Photovoltaik an, welche mit den Neuerungen aus dem EEG 2023, der Kaufprämie für E-Autos und der Bundesförderung für effiziente Gebäude aktualisiert wurde. Diese kann angefragt werden unter info@ukcz.de oder der 02671-61681. Auch individuelle Beratungen anhand des Solardachkatasters werden durch die Netzwerkmanagerin Nicole Jobelius-Schausten und den Klimaschutzmanager Alexander Ehl angeboten.
Pressemitteilung
der Kreiswerke Cochem-Zell
Artikel melden
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3
- Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 4
- Bernd Kircher: Es ist der Ottenturm in der Andernacher Stadtmauer an der Verbindung zwischen Stadtgraben und Oberer Wallstraße.
- Helma Bermel : Andernach Stadtmauer, am Stadtgraben.
- Gabriele Schammler: Bilderrätsel Es handelt sich um einen Teil der Andernacher Stadtmauer in der Nähe der Burgruine.
HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
Besonders prägend waren für Mara die Einsätze nach der Flutkatastrophe im Ahrtal
HeimatHelden: Bad Neuenahr: Mara Hermes lebt das Ehrenamt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Blutspenden, Karnevalsumzüge oder auch Großveranstaltungen wie Rock am Ring wären ohne sie kaum denkbar: die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit, helfen Menschen in Not und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. In der Reihe „HeimatHelden“ stellt BLICK aktuell Menschen vor, die diesem Engagement ein Gesicht geben.
Weiterlesen
Der junge Mann lebt das Ehrenamt an jedem Tag:
HeimatHelden: Niederzissen: Marvin Engel hat das Herz am rechten Fleck
Kreis Ahrweiler. Rund 1000 Ehrenamtliche engagieren sich im DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. – im Sanitätsdienst, bei Blutspenden oder als Helfer vor Ort. Sie helfen in der Not, sind für ihre Mitmenschen da und sichern den Katastrophenschutz im Kreis. Einer von ihnen ist Marvin Engel vom DRK-Ortsverein Niederzissen.
Weiterlesen
Allgemeine Berichte
23.04.: Tierisch vermisst: Wer hat Hund Polly aus Rheinbrohl gesehen?
Rheinbrohl. Seit dem 22. April 2026 wird die junge Mischlingshündin Polly in 56598 Rheinbrohl vermisst. Die verzweifelten Besitzer wünschen sich nichts sehnlicher, als ihren geliebten Vierbeiner wieder in die Arme schließen zu können. Deshalb wenden sich die Besitzer nun an die Öffentlichkeit. Wichtig: Da Polly sehr schreckhaft ist, soll es keine große Suchaktion geben. Vielmehr wünschen sich die...
Weiterlesen
