Allgemeine Berichte | 08.03.2016

Nastätten wird Fairtrade-Town

Konkret anpacken und mit Leben füllen

Eine-Welt-Laden hilft beim Umdenken im Wirtschaften

Die Anerkennung der Stadt Nastätten als Fairtrade-Town sowie die Vermeidung von Plastikmüll waren Themen beim Ortstermin der evangelischen Fastenaktion „7 Wochen mit...“. privat

Nastätten. „Die wachsende Bäume machen keinen Lärm im Unterschied zu dem, der laut krachend umfällt.“ Mit diesem Satz machte Thomas Schwab von der Initiative „EineWeltFairWandeln“ Verbrauchern Mut zu kleinen Schritte, mit denen nicht nur der Eine-Welt-Laden in Nastätten für ein nachhaltigeres Wirtschaften eintritt. Dort machten Teilnehmer der evangelischen Fastenaktion im Rhein-Lahn-Kreis „7 Wochen mit...“ Station und dachten darüber nach, wie Menschen im Blauen Ländchen fairen Handel unterstützen und Plastikmüll vermeiden können.

Ein Perspektivwechsel in der Fastenzeit sei eine gute Sache, sagte Anke Bodenbach vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft "Eine Welt", als sie die Besucher im Namen des gut 20-köpfigen Eine-Welt-Teams begrüßte. „Mir gefällt das Wort Ernährungs-Umstellung besser als alles gleich wegzulassen“, sagte Bodenbach. Es brauche Zeit, sich des ungerechten Wirtschaftens, das Gewinner und Verlierer verursacht, bewusst zu werden. „Die wichtigen Dinge des Lebens lassen sich nicht nur in Bilanzen darstellen.“

Welche konkreten kleinen Schritte in Nastätten gerade für einen fairen Handel getan werden, berichtete Thomas Schwab, als er Kriterien vorstellte, nach denen Nastätten im Rahmen einer weltweiten Kampagne als Fairtrade-Town anerkannt wird. Der Kauf fair gehandelter Produkte wie von Fußbällen für den Sportverein oder „Fairphones“ sowie Einzelhändler, die entsprechende Angebote machen, seien Schritte auf diesem Weg. Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, die faire Produkte nutzen, brauche es zur Anerkennung. Die Verleihung des Siegels ist für den 25. September während des Blaufärbermarktes vorgesehen. „Aber nur ein Siegel hinzuhängen, wäre uns zu wenig“, so Schwab. „Wir möchten auch den Geist schärfen, mehr für ein gerechtes Wirtschaften zu tun und ein weltweites Wir-Gefühl schaffen.“

Dass Nastätten Fairtrade-Town werden wolle, freue ihn ganz besonders, sagte Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung im evangelischen Dekanat Nassauer Land und Initiator der Fastenaktion. Das sei ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit und zur Bewahrung der Schöpfung, die Christen besonders am Herzen liege.

„Der Laden hier macht Dinge unkompliziert im Sinne der Menschen, die Hilfe brauchen“, lobte auch Verbandsgemeindebürgermeister Jens Güllering. Konkret anpacken sei die Philosophie der Arbeitsgemeinschaft „Eine Welt“, die vor 30 Jahren gegründet wurde.

Zu den vielen kleinen Schritten, die an diesem Ortstermin zur Sprache kamen, gehöre nach wie vor das Vermeiden von Plastikmüll.

So startete der Eine-Welt-Laden eine Initiative, den Plastiktütenverbrauch in Nastätten zu stoppen; der liegt in der Bienenstadt statistisch gesehen derzeit bei knapp 300.000 Tüten pro Jahr.

Im Durchschnitt werde eine Tüte nur 25 Minuten genutzt, benötige aber 450 Jahre, um von der Natur vollständig abgebaut zu werden. „Einkaufstaschen aus Stoff schonen nicht nur die Umwelt, sie sind auch als Werbeträger länger haltbar“, fand auch Jens Güllering die Stofftasche praktisch.

Konkret anpacken und mit Leben füllen

Konkret anpacken und mit Leben füllen

Die Anerkennung der Stadt Nastätten als Fairtrade-Town sowie die Vermeidung von Plastikmüll waren Themen beim Ortstermin der evangelischen Fastenaktion „7 Wochen mit...“. Fotos: privat

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