Allgemeine Berichte | 27.10.2016

Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. informiert über chinesische Städtepartnerschaften

Kontakte zu China zahlen sich für die Region aus

Forum Region setzt in Neuwied Impulse für chinesische Städtepartnerschaften in der Region Koblenz-Mittelrhein am Beispiel Neuwied und Suqian

V. l. n. r.: Dr. Ulrich Kleemann, stellv. Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Wie Ma, Kreisvorsteher der Kreisregierung Siyang der Stadt Suqian, Tianqi Wang, Oberbürgermeister der Stadtregierung Suqian, Prof. Dr. Gerd Schwandner, Chinaexperte, Nikolaus Roth, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Roman Klein, Geschäftsführer ISA-Innovative Soziale Arbeit GmbH, Bernd Lorenz, Oberstudiendirektor Berufsbildende Schule Wirtschaft, Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Bernd Hammes, Handwerkskammer Koblenz, Thomas Wildt, Geschäftsführer der Asssembly & Test – Europe GmbH, Benedikt Hau, Leiter der Fachberatung International Business, Landesbank Baden-Württemberg privat

Region Koblenz-Mittelrhein. Mit ihrer Veranstaltungsreihe Forum Region will die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V. die Stärken der Region nach außen sichtbar machen. Dies machte die Veranstaltung in Neuwied deutlich. Ein großer Kreis namhafter Vertreter aus der chinesischen Stadt Suqian, aus Wirtschaft, Bildung und Kommunen der Region waren in das Heimathaus Neuwied gekommen, um an der Veranstaltung der Initiative und der Stadt Neuwied teilzunehmen.

Die Stadt Neuwied hat die Vorteile einer Städtepartnerschaft früh erkannt und ihre Kontakte zu der Stadt Suqian in China ausgebaut. Die Stadt Suqian ist eine aufstrebende bezirksfreie Stadt mit einer Fläche von 8.341 km² in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Mit ihren etwa 5,22 Millionen Einwohnern ist es für chinesische Verhältnisse eine eher kleine Stadt und bekannt für ihren Blumenreichtum und die großen Seen im Territorium. Neuwied zählt über 65.000 Einwohner. „Aber wir begegnen uns auf Augenhöhe“, so der Neuwieder Oberbürgermeister Nikolaus Roth. „Durch die im September 2015 offiziell geschlossenen Beziehungen fällt der Marktzugang wesentlich leichter und die Partnerschaft wird gelebt. Die heutige Veranstaltung soll den Auftakt zu einem jährlichen China-Round-Table sein.“

Wissenstransfair und gemeinsame Diskussionen zu Potenzialen, Chancen, Herausforderungen sowie Entwicklungsmöglichkeiten im wirtschaftlichen Austausch und in der beruflichen Bildung, Weiterbildung und eines im Aufbau befindlichen Pflegesystems standen auf der Agenda.

Der Chinaexperte Prof. Dr. med. Gerd Schwandner, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg und Ehrenbürger der chinesischen Stadt Xi’an, zeigte in seinem Impulsvortrag Entwicklungsmöglichkeiten auf und animierte dazu, weitere Städtepartnerschaften in der Region Koblenz-Mittelrhein mit chinesischen Partnern einzugehen.

Deutsch-chinesischer Dialog gewinnt an Bedeutung

Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Beziehungen gewinnt der deutsch-chinesische Dialog immer mehr an Bedeutung. China gehört mittlerweile zu einem der wichtigsten Handelspartner. „Viele Städtebeziehungen richten sich derzeit neu aus und orientieren sich sehr viel stärker auf die Wirtschaft als bisher, wobei die moderne Wirtschaft nicht allein die Produktion, sondern auch die Dienstleistung betrifft. China ist ein wertvoller Auslandsmarkt für die Unternehmen in der Region Koblenz-Mittelrhein. Die deutsche Exportwirtschaft hat sich in Südostasien gut positioniert. Mehr als 43 Prozent der chinesischen Gesamtimporte aus der Europäischen Union entfallen auf Produkte „Made in Germany“. Im ersten Halbjahr 2016 wurden alleine aus Rheinland-Pfalz Waren im Wert von 883 Mio. Euro nach China exportiert“, so der Vorsitzende der Initiative Region Koblenz-Mitterhein e.V., Hans-Jörg Assenmacher, der auch die anschließende Gesprächsrunde moderierte. Aus seiner Sicht sollte die Veranstaltung auch dazu beitragen, den Austausch innerhalb der Region über die Potenziale der Region zu fördern.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir aufzeigen, dass es sinnvoll ist, den internationalen Austausch und die Kooperationen in der Region Koblenz-Mittelrhein zu verstärken, denn diese haben Vorteile für beide Regionen. Die langfristige, stabile und schnelle Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und die Vertiefung von Reform und Öffnung werden neue Chancen für unsere Zusammenarbeit in Wirtschaft, Handel, Bildung, und darüber hinaus bieten“, so Dr. Ulrich Kleemann, stellv. Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V..

Weitere Teilnehmer an der Gesprächsrunde waren Wang Tianqi, Oberbürgermeister Stadtregierung Suqian der Provinz Jiangsu, Ma Wei, Kreisvorstehender der Kreisregierung Siyang der Stadt Suqian, Thomas Wildt, Geschäftsführer der Assembly & Test – Europe GmbH, Neuwied für den Bereich der Wirtschaft, Bernd Lorenz, Oberstudiendirektor der Berufsbildenden Schule Wirtschaft, Neuwied für den Bereich Bildung, Bernd Hammes, Berufsbildungszentrum Pädagogisches Zentrum Handwerk, HWK Koblenz für den Bereich Ausbildung und Roman Klein, Geschäftsführer der ISA-Innovative Soziale Arbeit GmbH für den Bereich Soziales und Gesundheit.

Auch Schülerinnen und Schüler der Ludwig Erhard-Schule Neuwied, die Erfahrungen im Erasmus+ Projekt der LES mit Auslandspraktika in Großbritannien gemacht haben, nahmen an der Veranstaltung teil. Solche Erfahrungen sind für junge Menschen sehr wichtig und auch im Austausch mit China möglich und förderlich.

Zum Hintergrund:

Die Partnerschaft mit Neuwied hat schon eine längere und wechselhafte Geschichte, denn bereits 1998 besuchte die erste Delegation die Deichstadt. Doch erst mit der offiziellen Besiegelung im September 2015 nahm die Partnerschaft die dynamische Fahrt auf, die OB Roth stolz dem Plenum darlegte. Suqian ist eine junge Stadt und wurde erst 1996 gegründet. Die Einwohnerzahl ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen und wird noch weiterwachsen. Industrie und Gewerbe sind geprägt von den Branchen Maschinenbau, Technologie, Textil- und Nahrungsmittelindustrie und Elektronik. Auf wirtschaftlicher Ebene möchte man Kontakte knüpfen zu Unternehmen in den Bereichen Elektronik, IT und ökologisches Bauen, auf gesellschaftlicher Ebene wird der Austausch in den Bereichen Bildung und Kultur angestrebt.

Mittlerweile haben vor allem chinesische mittelständische Unternehmen zunehmend Interesse daran, sich direkt auf dem deutschen und europäischen Markt umzuschauen und sich auf dem Markt in China zu etablieren. Der chinesische Markt ist einer zunehmenden Veränderung unterworfen. Hier sehen die chinesischen Vertreter gerade Deutschland als attraktiven Gesprächspartner.

Pressemitteilung der Initiative

Region Koblenz-Mittelrhein e.V.

V. l. n. r.: Dr. Ulrich Kleemann, stellv. Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Wie Ma, Kreisvorsteher der Kreisregierung Siyang der Stadt Suqian, Tianqi Wang, Oberbürgermeister der Stadtregierung Suqian, Prof. Dr. Gerd Schwandner, Chinaexperte, Nikolaus Roth, Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Roman Klein, Geschäftsführer ISA-Innovative Soziale Arbeit GmbH, Bernd Lorenz, Oberstudiendirektor Berufsbildende Schule Wirtschaft, Hans-Jörg Assenmacher, Vorsitzender der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein e.V., Bernd Hammes, Handwerkskammer Koblenz, Thomas Wildt, Geschäftsführer der Asssembly & Test – Europe GmbH, Benedikt Hau, Leiter der Fachberatung International Business, Landesbank Baden-Württemberg Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag 2025
Tag der offenen Tür
Container Anzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Stellenanzeige Kita
Wohnträume
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
9

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Mit dem Tod des Schauspielers Mario Adorf trauert die Stadt um einen ihrer Ehrenbürger.
242

Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
27

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
6

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Werksverkauf Anhausen
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Anzeige KW 15
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Leiter/in (w/m/d)