Katholische Kirchenmusik in Rheinbach
Konzertprogramm überarbeitet
Rheinbach. Die katholische Kirchenmusik in Rheinbach leidet wie beinahe alle Chorinstitutionen sehr unter den Folgen der Corona-Pandemie. Singen in großen Besetzungen ist derzeit nicht möglich, und so warten viele SängerInnen darauf, wieder gemeinsam zusammen proben und auftreten zu dürfen. In kleinen Besetzungen gestalten trotzdem Mitglieder der Chöre mittlerweile immer wieder die Gottesdienste in der Pfarrei St. Martin.
Für das zweite Halbjahr wurde das Konzertprogramm überarbeitetet, um trotz der Einschränkungen die Kirche als Klangraum für Geistliche Musik erfahrbar zu machen. Der Konzertkalender wurde umgestellt und um einige spannende, kleinformatige Veranstaltungen bereichert. Die Pfarrkirche wird zum coronagerechten Spielraum mit Plätzen für 61 Zuschauerinnen und Zuschauern bei freier, abstandsgerechter Platzwahl.
Die Beiträge zum Beethovenjahr, ein Konzert mit Beethoven-Transkriptionen für die Orgel von der international gefeierten Konzertorganistin Magdalena Kaczor aus Polen im Rahmen des Beethovenfestivals Rhein-Sieg, die Beethovenmesse in C-Dur, op. 86 für Soli, Chor und Orchester und auch die „Missa solenelle“ des großen, französischen Komponisten Louis Vierne, dessen 150. Geburtstag wir in diesem Jahr damit begehen wollten, werden auf das nächste Jahr verschoben.
Folgende Konzerte finden im zweiten Halbjahr statt
Am 30. August warten um 17 Uhr unter dem Motto „Jazz in St. Martin?“ – geht doch!“ ungewohnte Klänge in der Pfarrkirche auf die Zuhörer. Der Trompeter - spezialisiert auf Alte Musik und Jazz-Trompete - und Musikschulleiter der Musikschule Voreifel, Peter Protschka, und der Pianist und Organist Clemens Orth, entführen in ganz andere Klangwelten. Beide sind absolute Kenner der Jazz-Musik, blicken auf eine lange, sehr erfolgreiche, auch europäische Zusammenarbeit im Genre Jazz, mit vielen berühmten Musikern, zurück und werden diese Stunde des Jazz unvergesslich werden lassen.
Ein Kammermusikkonzert zum Beethovenjubiläum wartet am 20. September um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin: das „Rheinische Claviertrio“ mit Marie-Luise Hartmann, Geige, Volker Mettig, Cello und Herbert Vennemann am Klavier, welches immer wieder in St. Martin, Hilberath, sein Publikum durch ihr Können begeistern konnte, spielt Werke von Beethoven und Haydn.
Am 27. September erklingt um 16 Uhr in der Pfarrkirche ein Kinder-Konzert zum Thema Beethoven: „Hört Beethoven?“ - „Beethoven hört!“. Die Sprecherin beim WDR, Regina Münch, und die Seelsorgebereichsmusikerin Christiane Goeke-Goos, Klavier, beweisen mit Hilfe des Kinderchores von St. Martin, warum Beethoven, der schon früh schlecht hören konnte und dann im fortgeschrittenen Alter völlig sein Gehör verlor, trotzdem komponieren, die Musik spüren und somit weiterhin die Menschen völlig faszinieren konnte.
Am „Tag der Deutschen Einheit“, 3. Oktober um 19 Uhr, folgt das nächste Konzert in der Pfarrkirche, eine Perle der barocken Kammermusik von Georg-Friedrich Händel: „Neun deutsche Arien“.
Das Werk entstand um 1725. Kern der Arien sind die Betrachtung der Natur-Schönheiten und der Lobpreis Gottes. Die tiefgehenden Texte stammen aus der Gedichtsammlung „Irdisches Vergnügen“ des Hamburger Dichters Berthold Heinrich Brockes. Als Solisten konnten die junge Sopranistin Theresa Klose aus Köln, die schon in Rheinbach durch ihren glockenhellen Sopran begeistern konnte, und die Violinistin Marie-Luise Hartmann gewonnen werden. Den Cembalopart übernimmt Christiane Goeke-Goos.
Am 1. November um 17 Uhr, kommen die Freunde der Chormusik auf ihre Kosten: der Kammerchor St. Martin gestaltet unter dem Motto „Selig sind ….“ zum Thema Allerheiligen und Allerseelen ein Chorkonzert. Es erklingen Werke von Telemann, Mozart, Elgar, Stanford, Lauridsen, Schronen, Walton, Williams, Saevarsson, u.a..
Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei, um Spenden zur Deckung der Unkosten wird gebeten. Eine vorherige Anmeldung im Pfarrbüro von St. Martin, Tel. (0 22 26) 21 67 ist jeweils erforderlich.
Das Rheinische Claviertrio.Foto: privat
