Allgemeine Berichte | 15.04.2025, 09:51 Uhr

Neues Förderprogramm des Landes NRW ist angelaufen

Kostenlose Insektenhotels zum Erhalt der Biodiversität

Wachtberg. Dem dramatischen Insektenrückgang der letzten Jahre, vielfach verursacht durch ausgeräumte Landschaften und den Einsatz von Insektiziden, soll durch ein neues Naturschutzprojekt des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums entgegengewirkt werden. Dabei sollen an möglichst vielen Stellen mit Hilfe von kostenlos abgegebenen Insektenhotels neue Habitate für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten geschaffen werden.

Die Aktion geht auf das landesweite Förderprogramm für 2025 zurück, für das die Wachtberger „Parents for Future“ jetzt den Bewilligungsbescheid erhalten haben. Die Bandbreite dieser Förderung umfasst auch – ebenfalls kostenlose - Nistkästen für verschiedene Vogelarten oder auch Fledermausnistkästen, bei denen ebenfalls ein Rückgang der Population zu beobachten ist.

Gefördert werden auch laufende Grünpatenschaften in der Gemeinde Wachtberg in Verbindung mit Insektenhabitaten. Es ist weiterhin geplant, in diesem Zusammenhang insektenfreundliche Wildblumensamen oder bienenfreundliche Pflanzen und Stauden kostenlos mit abzugeben. Diese Begleitpflanzungen sollten in der Nähe der Insektenniststätten ausgebracht werden, um eine vielfältige Insektenwelt anzulocken und im besten Fall auch dauerhaft anzusiedeln.

Es sollen verschiedene Insektenhotels in Art, Größe und Design beschafft und vergeben werden, sodass auch für Balkone und Loggien bzw. Terrassen Habitate geschaffen werden können. „Ziel ist es, damit ökologische Trittsteine zu schaffen, die in Verbund mit anderen intakten entomologischen Inseln zu einer Biotopvernetzung führen sollen“, erläutert Michael Turley von den Parents die geförderte Umweltaktion. Die Ausstattungen sollen bevorzugt an Kindergärten, Grundschulen und Jugendeinrichtungen und auch – generationsübergreifend - an interessierte Familien abgegeben werden. „Gerne können auch neue durch die Gemeinde Wachtberg vergebene Grünpatenschaften mit Insektenhotels und Blühflächen ergänzt werden“, bestätigt Turley. Insbesondere für Kindergärten sind größere Insektenhotels gut geeignet, um das naturnahe Treiben rund um ein solches Insektenhotel den Kleinen erlebbar zu machen.

Durch solche Trittsteinbiotope soll eine Vernetzung untereinander erfolgen. Insbesondere Kinder, aber auch Erwachsene, sollen damit dichter an die Natur und das Thema Artenschutz und Biodiversität herangeführt werden. Wer Interesse an der kostenlosen Abgabe aus diesem Natur-, Arten- und Umweltschutzprogramm hat, kann sich unter Angabe seiner Wünsche jederzeit an die E-Mail wenden: info@fridays-wachtberg.de . Die Wünsche werden dann, soweit die Fördermittel ausreichen, zeitnah umgesetzt. Weitere Informationen über die Aktion und die zu vergebenden Insektenhotels unter: future-wachtberg.de .

Die Aktion läuft ab sofort und dauert, so lange der Vorrat reicht.

Pressemitteilung „Parents

for Future“ Wachtberg

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