Allgemeine Berichte | 27.01.2016, 15:55 Uhr

Carl-Reuther-Berufskollegs in Hennef

Kreis plant Sanierung und Erweiterung

Hans Clasen (v. l.) , Schulamtsleiter des Rhein-Sieg-Kreises, Thomas Wagner, Schuldezernent des Rhein-Sieg-Kreises, Landrat Sebastian Schuster, Kreiskämmerin Svenja Udelhoven, Tim Hahlen, Amtsleiter Gebäudewirtschaft, und Hans-Joachim Geisler, Projektleiter Gebäudewirtschaft, stellten die Pläne vor. privat
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Rhein-Sieg-Kreis. „Der Rhein-Sieg-Kreis lässt sich die Ausbildung junger Menschen etwas kosten“, so Landrat Sebastian Schuster im Pressegespräch. „Ich freue mich, Ihnen den Entwurf zur Sanierung und Erweiterung des Carl-Reuther-Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef vorstellen zu dürfen.“

Nach intensiven Vorarbeiten liegt nunmehr die Entwurfsplanung für die Sanierung und Erweiterung vor, durch die das kreiseigene, im Jahr 1974 errichtete Berufskolleg an bestehende Vorgaben des Brandschutzes, der Sicherheit, des Arbeitsschutzes und der Hygiene angepasst wird und aktuelle schulfachliche Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Auch im Hinblick auf energetische Aspekte wird das Berufskolleg die aktuellen Standards einhalten. „Unsere Berufskollegs haben für Industrie und Handwerk im Rhein-Sieg-Kreis eine sehr große Bedeutung – das Berufskolleg in Hennef erfüllt darüber hinaus eine besondere Bedeutung im Hinblick auf die Entwicklung des östlichen Rhein-Sieg-Kreises“, so Landrat Schuster weiter. Außerdem spielten die Berufskollegs eine wichtige Rolle bei der Beschulung und Integration zugewanderter junger Menschen; so gebe es zum 1. Februar bereits elf internationale Förderklassen an den Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises.

Kreis plant mit fast 50 Millionen Euro

Dass ein solches Vorhaben auch finanziell einiges nach sich zieht, ist kaum verwunderlich. „Nach dem Stand der jetzigen Kostenberechnung gehen wir von einer Gesamtsumme von rund 46,4 Millionen Euro aus, in der sowohl Abriss- und Baukosten als auch Kosten für Interimsquartiere und Umzüge bis hin zur Neuausstattung der Schule enthalten sind“, erläutert Kreiskämmerin Svenja Udelhoven. Vier Millionen Euro sollten noch als Risikoaufschlag vorgehalten werden, da die Gesamtsumme erst mit den Ausschreibungsergebnissen weiter konkretisiert wird und auch Unvorhergesehenes im weiteren Bauablauf, wie die Insolvenz von Unternehmen, nicht ausgeschlossen werden könne. Zum Großteil ist die Maßnahme haushaltsmäßig als Investition zu behandeln. Unmittelbar ergebniswirksam (und damit kreisumlagenrelevant) sind über die bisher bereits zur Verfügung stehenden Mittel weitere 3,8 Millionen Euro in den Jahren 2017 bis 2019 einzuplanen.

Dass man sich angesichts des Kostenvolumens für die Gesamtmaßnahme nicht für einen Neubau entschieden hat, ist in der Tatsache begründet, dass die Kosten für einen Neubau rund 25 Prozent höher lägen.

Am Carl-Reuther-Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises werden etwa 2.700 Schüler von etwa 110 Lehrerkräften in mehr als 50 Bildungsgängen qualifiziert. „Diese Schulform ist mit keiner anderen Schulform vergleichbar; keine andere Schulform kann so flexibel auf aktuelle Bedarfe reagieren und neue Bildungsgänge einrichten sowie zügig einzelne Bildungsgänge verändern“, so Schuldezernent Thomas Wagner.

Gebäudewirtschaft sucht nach Ausweichstandorten

Geplant ist, im Frühjahr 2017 mit der Baumaßnahme zu beginnen und sie im zweiten Halbjahr 2019 zu beenden. Derzeit werden Interimsstandorte gesucht, was eine sehr große Herausforderung darstellt. Die Gebäudewirtschaft des Kreises ist jedoch sehr zuversichtlich, diese nah an der Schule zu schaffen.

Ganz wichtig ist allen Beteiligten, dass der Schulbetrieb auch während der Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahme reibungslos und ohne Beeinträchtigung vonstattengehen wird.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

Hans Clasen (v. l.) , Schulamtsleiter des Rhein-Sieg-Kreises, Thomas Wagner, Schuldezernent des Rhein-Sieg-Kreises, Landrat Sebastian Schuster, Kreiskämmerin Svenja Udelhoven, Tim Hahlen, Amtsleiter Gebäudewirtschaft, und Hans-Joachim Geisler, Projektleiter Gebäudewirtschaft, stellten die Pläne vor. Foto: privat

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