Arbeitskreis Lahnsteiner Krippenfreunde
Krippenausstellung beeindruckte große und kleine Besucher
Lahnstein. Bereits zum elften Mal hatte der Arbeitskreis Lahnsteiner Krippenfreunde zu einer eindrucksvollen Weihnachtskrippenausstellung in die Lahnsteiner Hospitalkapelle eingeladen. Die Szene im Stall von Bethlehem, wo vor über 2000 Jahren der Heiland und Erlöser geboren wurde, war in mehr als 50 Krippen in vielfältiger Weise von klein bis groß dargestellt. Eröffnet wurde die Ausstellung durch Willi Eisenbarth, Vorsitzender des Förderkreises Hospitalkapelle, Sebastian Seifert, Beigeordneter der Stadt Lahnstein, Rhein-Lahn-Nixe Katharina I. und Günter Groß, Vorsitzender des Kur-und Verkehrsvereins Lahnstein. Die ausgestellten Weihnachtskrippen stammen meist aus Privatbesitz und werden von den Besitzern nur für die drei Ausstellungstage ausgeliehen, damit sie rechtzeitig zum Weihnachtsfest wieder in der eigenen Wohnung stehen. Zumeist sind es Hauskrippen, aber auch Höhlenkrippen, Wurzelkrippen, Beduinen- und Bauernkrippen. Manche Besitzer hatten wertvolle Einzelfiguren nach und nach in ihren Urlaubsdomizilen erworben und nach Lahnstein mitgebracht. Die Darstellungen waren höchst unterschiedlich, einige verlegten die Geburt in eine kleindeutsche Fachwerkstadt, andere ins Alpenland oder ins Morgenland. Jörg Hadzik schien die Geburtsszene wahrhaftig vor die Tore von Bethlehem verlegt zu haben, war bei ihm doch eine hohe Stadtmauer mit Palmenlandschaft und jede Menge „Volk“ zu sehen.
Auch vom Material her war die Ausstellung höchst unterschiedlich: Viele Figuren waren aus Holz geschnitzt oder gesägt, aus gebranntem Ton, aus Gips, aus Papier, aus Stoff, aus Wachs, aber auch aus Plastik. Michael
Eisenbarth hatte PET-Flaschen entsprechend bearbeitet, sodass mit einiger Phantasie Jesus mit seinen Eltern, den drei Weisen, dem Schäfer und den Tieren zu erkennen waren.
Carmen Jadhav`s Figuren waren gar aus Besenstielresten geschnitzt und die von Eveline Steinhauer aus Sektkorken. Doris Eisenbarth hatte eine Beduinenkrippe im Zelt gebaut, deren Figuren selbstgeschneiderte Kleider trugen.
Neben Szenen der Geburt waren auch andere Krippen zu sehen, zum Beispiel in klein die Kreuzigungsszene vor dem Fastentuch der Pfarrkirche St. Martin Lahnstein, erstellt von Hermann-Josef Pott, der sich mit insgesamt vier Krippen beteiligt hat. Lebensgroß dagegen die Klosterarbeit mit einem Jesuskind aus Wachs in einer echten Krippe oder der Nachbau einer mittelalterlichen Laterne aus Holz mit Krippenfiguren aus Wachs. Inzwischen sind alle Krippen abgebaut, außer die „hauseigene Krippe der Hospitalkapelle“. Sie besteht aus großen Figuren, die der Arbeitskreis Krippenfreunde vor einigen Jahren im Kloster
Dieburg bei Darmstadt erworben hatte. Sie ist am zweiten Weihnachtstag nochmals von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Wer sich auf eine Krippenwanderung aufmachen möchte, kann weiter zur Hintermauergasse wandern und durch die Fenster in die gute Stube des Stadtmauerhäuschens schauen, wo eine Hauskrippe -erbaut von Wolfgang Bersch- zu sehen ist. Und schließlich werden in allen Lahnsteiner Kirchen wunderschöne Weihnachtskrippen aufgebaut sein.
Die nächste große Weihnachtskrippenausstellung in der Hospitalkapelle ist erst am 1. Advent 2018 zu sehen, denn der Arbeitskreis stellt das schöne uralte Brauchtum nur alle zwei Jahre aus.
