Allgemeine Berichte | 14.12.2017

Joachim Krause, der Krippenbauer aus Wölferlingen

Krippenbau mit Akribie und Leidenschaft

Heimelich: Ein Stall im winterlichen Galiläa istSchauplatz des Wunders der Geburt Jesu Christi.

Wölferlingen. Wenn man zur Krippenausstellung von Joachim Krause in Wölferlingen gelangen will, fällt auf, dass die Haustür immer geöffnet ist. Betritt man das Haus, geht es auf direktem Weg in die „Krippen-Werkstatt“. Dort trifft man Joachim Krause fast immer an, denn er freut sich über jeden Besucher, der seine Krippen betrachten möchte. In der Werkstatt sitzt Joachim an einem großen Tisch und ist gerade dabei, an einer neuen Krippe letzte Hand anzulegen. Das heißt, er streicht noch da etwas Farbe nach, oder stellt eine weitere Figur in den Stall von Bethlehem.

Freundlich gibt Joachim Auskünfte über sein Hobby, wie er dazu kam und was er mit dem Bau der Krippen bezweckt. Zunächst aber zeigt er dem Besucher, nicht ohne Stolz, die bisher gefertigten Krippen. Jedes Stück für sich ein echtes Unikat, nur in liebevoller Handarbeit hergestellt. Bei der Planung und Gestaltung der Krippen lässt sich Joachim von seiner Inspiration und Fantasie leiten. So bringt Maria zum Beispiel das Jesuskind in einem Wigwam bei den Indianern zur Welt, oder Jesus erblickt in einer Höhle das Licht der Welt. Wie gesagt, seiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

In dem geordneten Durcheinander in der Werkstatt hat alles seinen Platz, wie Joachim glaubwürdig versichert. Die meisten Teile sind handgefertigt und werden noch farbig angepinselt. Er verwirft auch einen vorher ins Auge gefassten Entwurf, wenn er während des Bastelns eine neue Idee bekommt. Mit Akribie, Leidenschaft und Freude stellt Joachim Krause die Krippen her.

Joachim selbst ist krankheitsbedingt Rentner geworden, er ist nicht mehr in der Lage, schwer körperlich zu arbeiten. Deshalb kam er auf die Idee, sich dem Bau von Krippen zu widmen, dazu werden ja bekanntermaßen nur leichte Teile verwendet.

Die Tür steht bei Joachim immer offen. Besondere Freude empfindet er, wenn Kinder, oder Jugendliche ihn besuchen. Die setzen sich zu ihm und lassen sich den Bau einer Krippe erklären. Darüber freut Joachim sich sehr, denn er sagt, „wenn die Kids bei mir sind, dann haben sie mal eine Stunde nicht ihr Smartphone in der Hand.“ Nicht nur Jugendliche besuchen Joachim, auch ältere Herrschaften aus Wölferlingen schauen mal bei ihm rein, sei es einfach auf einen Plausch, oder um sich an den schönen Krippen zu erfreuen. So ist immer etwas los im Hause Krause.

Gerne lädt Joachim Krause auch fremde Gäste ein, die Interesse an Krippen haben, auch ohne Anmeldung, die Tür ist ja meistens geöffnet. Auch den nostalgischen Weihnachtsmarkt in Wölferlingen bereichert Joachim Krause jedes Jahr mit seiner Krippenausstellung.

Joachim Krause in der Krippen-Werkstatt bei der Arbeit.Fotos: WR

Joachim Krause in der Krippen-Werkstatt bei der Arbeit. Fotos: WR

Indianisch: Vor dem Wigwam, geschützt durch einenTotem-Pfahl, betrachten die Indianer ihr Geschenk Gottes.

Indianisch: Vor dem Wigwam, geschützt durch einen Totem-Pfahl, betrachten die Indianer ihr Geschenk Gottes.

Klassisch: Der Engel vom Dach singt „Gloria“, während diedrei Könige aus dem Morgenland ihre Gaben darbringen.

Klassisch: Der Engel vom Dach singt „Gloria“, während die drei Könige aus dem Morgenland ihre Gaben darbringen.

Naturnah: Unter einem Dach aus Rinde in einem Bett aus Moosliegen die Tiere, die mit Maria und Josef ihren Stall teilten.

Naturnah: Unter einem Dach aus Rinde in einem Bett aus Moos liegen die Tiere, die mit Maria und Josef ihren Stall teilten.

Karg: In einer Höhle kam dieses Jesuskind zur Welt,die drei Könige haben auch hierhin ihren Weg gefunden.

Karg: In einer Höhle kam dieses Jesuskind zur Welt, die drei Könige haben auch hierhin ihren Weg gefunden.

Heimelich: Ein Stall im winterlichen Galiläa ist Schauplatz des Wunders der Geburt Jesu Christi.

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