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Kreisgesundheitsamt Neuwied informiert über Coronavirus

Krisenstab tauscht sich regelmäßig aus

Jeder Bürger sollte jetzt hygienische Grundsätze beachten

Krisenstab tauscht sich regelmäßig aus

Quelle:Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

02.03.2020 - 09:54

„Im Landkreis Neuwied gab es bis zumRedaktionsschluss (1. März, Anm. der Red.) keine an Corona-Virus erkrankten Personen. Wir tauschen uns dennoch regelmäßig im Krisenstab in der Kreisverwaltung aus“, skizziert der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach die gegenwärtige Situation. Zum Kreis der im Stab mitwirkenden gehören u.a. die Gesundheitsamtsleiterin und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zuständige Dezernentin, Vertreter des Katastrophenschutzes, Pressestelle, Zentralabteilung, IT-Abteilung und andere Akteure“. Sollte eine akute Situation entstehen, sieht der Landrat die Kreisverwaltung gemäß Infektionsschutzplan gut vorbereitet. Und er ergänzt: „Die Maßnahmen müssen dann nach der jeweiligen Situation definiert und angeordnet werden. Wichtig ist jetzt, dass jeder Bürger eigenverantwortlich hygienische Grundsätze beachtet und die entsprechenden Empfehlungen berücksichtigt.“

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann zu schweren Infektionen der unteren Atemwege und Lungenentzündungen führen. Zu den Symptomen zählen starker Husten, Fieber und Atemnot. Die Symptome ähneln denen eines grippalen Infekts, wie z.B. Fieber, Husten. Diese grippalen Infekte haben derzeit allgemein Hochkonjunktur. Sollte man Symptome bemerken, empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren und zunächst zu überlegen, ob mit Blick auf das Coronavirus zusätzlich weitere Risikofaktoren erfüllt sind: Das Coronavirus kommt als Krankheitsursache nur dann in Betracht, wenn Kontakt zu einem Erkrankten bestand oder wenn man sich bis maximal 14 Tage vor Krankheitsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Wenn Symptome auftreten, ist der Auslöser aber weitaus wahrscheinlicher die Grippe als das Coronavirus, lautet die Einschätzung der Gesundheitsexperten. Wer trotzdem den Verdacht hat, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, dem stehen u.a. die niedergelassenen Ärzte zur Verfügung. Außerhalb der Sprechzeiten besteht die Möglichkeit, mit einer Bereitschaftspraxis (Tel. 116117) telefonischen Kontakt aufzunehmen.

Den Notruf 112 sollte man nur im Notfall wie akuter Atemnot nutzen und auch dort auf den Aufenthalt in einem Risikogebiet hinweisen. Wichtig ist die telefonische Vorankündigung, damit die aufnehmende Gesundheitseinrichtung entsprechende Vorkehrungen treffen kann.

Das Kreisgesundheitsamt steht bereits in engem Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern sowie im Austausch mit dem übergeordneten Fachministerium und den Aufsichtsbehörden.

Derzeit handelt das Kreisgesundheitsamt im Einzelfallmanagement nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI.de). Dies bedeutet, dass bei auftretenden Verdachtsfällen Proben der betroffenen Person durch das Landesuntersuchungsamts (LUA) untersucht werden. Gleichzeitig wird eine Umgebungsabgrenzung von Kontaktpersonen erfolgt Diesen wird dann eine häusliche Isolation von 14 Tagen (Ansteckungsdauer) auferlegt.


Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?


In Anbetracht der Grippesaison, aber auch sonst, sind folgende Maßnahmen überall und jederzeit für den Eigenschutz angeraten: Gründliche Händehygiene – diese gelingt in fünf Schritten. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen. Dass Händewaschen tatsächlich die Häufigkeit von Infektionskrankheiten senkt, wurde in vielen Studien untersucht und bestätigt.

Des Weiteren sollte man grundsätzlich Hustenhygiene einhalten, d.h. Niesen und Husten in die Armbeuge und Abstand zu Erkrankten halten. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der jahreszeittypischen Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Beim Gesundheitsamt Neuwied wurde darüber hinaus eine Hotline eingerichtet:

Tel.: 02631-803-888 – derzeit Montag bis Donnerstag erreichbar von 8-16 Uhr, freitags bis 12 Uhr und am Wochenende von 11-16 Uhr.

Das Gesundheitsamt weist ferner darauf hin, dass das Amt selbst keine Untersuchungen bezüglich Corona vornimmt. Deshalb ist der Zugang bis auf weiteres nur noch für Mitarbeiter möglich. Bereits vereinbarte Termine u. a. für Schuluntersuchungen können weiterhin wahrgenommen werden. Die Besucher werden gesondert ins Gebäude geleitet.

Die aktuellen Risikogebiete und viele weitere Informationen können jederzeit auf der Internetseite des Robert Koch Institutes unter der Adresse: www.rki.de oder unter

www.infektionsschutz.de abgerufen werden. Dort findet man auch eine Auflistung der häufig gestellten Fragen (FAQ). Aktuellste Informationen zur Lage im Landkreis Neuwied gibt es unter www.kreis-neuwied.de

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Kommentare
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Koblenzer Schulen

juergen mueller:
Etwas anderes war von Herrn Roos auch nicht zu erwarten - zumindest öffentlich - als das man mit dem Krisenmanagement u.sogen.Stellschrauben,wenn überhaupt,das macht man dann unter sich aus.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
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