Ausstellung der kurdischen Frauengruppe Sara im Stadtmuseum
Kulturelle Wurzeln bewahren
Meckenheim. Die kurdische Frauengruppe „Sara“ besteht seit mehr als 15 Jahren und beteiligt sich aktiv am Stadtleben in Meckenheim; die Familien leben teilweise in vierter Generation hier. Aber, da sind sich die Frauen einig, zu ihrer Identität gehört auch Besinnung auf die kulturellen Wurzeln und die frühere Heimat der Familien. Darum geht es bei der aktuellen Ausstellung „Das Leben kurdischer Familien in Kurdistan und Meckenheim“ im Stadtmuseum im Herrenhaus der Burg Altendorf.
Zu sehen sind traditionelle Kleider, liebevoll gefertigte Handarbeiten, Möbelstücke und Teppiche. Plakate und Fotos ergänzen die Ausstellung. Zur Eröffnung waren viele Besucherinnen und Besucher gekommen, und das Nebeneinander von moderner Kleidung und prächtigen Trachten hatte Symbolcharakter. Für alle gab es ein üppiges Büffet mit kurdischen Spezialitäten.
Dieter Ohm, Vorsitzender des Museumsvereins, skizzierte bei der Eröffnung die Geschichte des kurdischen Volkes, das keinen eigenen Staat hat. Etwa eine Million Menschen kurdischer Abstammung leben in Deutschland, sagte er. „Sie sprechen fließend Deutsch, sind voll integriert und häufig deutsche Staatsbürger. Wir sollten uns für sie interessieren und als Mitbürger akzeptieren“, betonte er. Türkan Yildirim, die Sprecherin der Frauengruppe Sara, äußerte Freude über die Möglichkeit, ihre Kultur hier vorzustellen, und dankte Brigitte Kuchta für diese Anregung.
Die Ausstellung ist bis einschließlich 16. März jeweils sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Pressemitteilung
Meckenheimer
Stadtmuseum und Kulturforum
