Allgemeine Berichte | 07.07.2022

Landrat zeichnet Bendorfer Autorinnen und Musiker von der Mosel für herausragendes kulturelles Engagement aus

Kulturförderpreis geht an Stephanie Paatsch, Heike Kamp und den Musikverein Löf

Stephanie Paatsch, Heike Kamp und der Musikverein Löf wurden von Landrat Dr. Alexander Saftig mit dem Kulturförderpreis „forum artium plaudit“ ausgezeichnet. Quelle: Kreis MYK

Kreis MYK. Die einen inszenieren, die anderen musizieren – eine Besonderheit aber haben sie gemeinsam: die Autorinnen Stephanie Paatsch und Heike Kamp sowie der Musikverein Löf sind die Träger des Kulturförderpreises 2022 des Landkreises Mayen-Koblenz. Landrat Dr. Alexander Saftig hat das Duo aus Bendorf und den Musikverein von der Untermosel in einem feierlichen Rahmen in der Sonnenringhalle in Löf ausgezeichnet. Begrüßen konnte der Kreischef zu der Veranstaltung auch ehemalige Preisträger, Vertreter aus politischen Gremien und Gemeinden sowie Freunde und Angehörige der Geehrten. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1500 Euro von der Kreissparkasse Mayen und der Sparkasse Koblenz, zwei starken Förderern der hiesigen Kulturlandschaft.

Seit 1997 verleiht der Landkreis Mayen-Koblenz für herausragendes kulturelles Engagement den Kulturförderpreis „forum artium plaudit“ – frei übersetzt: „Die Öffentlichkeit ehrt die Kunst.“ „Kultur braucht ,Überzeugungstäter‘, die mit Herzblut für ihre Arbeit stehen und somit unser kulturelles Erbe bewahren“, machte Landrat Dr. Saftig vor den zahlreich erschienen Gästen deutlich.

Stephanie Paatsch und Heike Kamp

Zwei dieser „Überzeugungstäter“ sind Stephanie Paatsch und Heike Kamp, auch bekannt als „Gnädige Frau“, Gattin eines Sayner Eisenhüttendirektors, und emsiges Hausmädchen Mariechen aus dem Weihnachtstheater „Plätzchen, Punsch und Pulverschnee“. Kennengelernt haben sich die beiden Bendorferinnen vor gut 16 Jahren, als Gästeführerinnen auf Schloss Sayn. In Absprache mit der Museumsleitung beschlossen sie, die klassischen Führungen aufzupeppen, die Historie unterhaltsamer zu vermitteln und sich mehr an den Zielgruppen, den Gästen zu orientieren. Mit Erfolg. Von 2008 an präsentierte das Rheinische-Eisenkunstguss-Museum auf Schloss Sayn dann in seiner Dauerausstellung in zwei alt eingerichteten Stuben, einer Küche mit Herd und einem Salon, Museumstheaterstücke – entwickelt und umgesetzt von den Autorinnen und Akteurinnen Stephanie Paatsch und Heike Kamp. Das erste Stück trug den klangvollen Namen „Mitgift, Mück und Muckefuck“ und traf einen Nerv. Die Leute waren begeistert und es folgten weitere Stücke wie „Kaiser, Krupp und Konsumläden“, „Ahl Sään und Spitzenhäubchen“ und nicht zuletzt das stets ausverkaufte Weihnachtstheater „Plätzchen, Punsch und Pulverschnee“. Allesamt vergnügliche und fiktive Stücke, die jedoch stets in wahre und lokale Begebenheiten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg eingebettet waren und so neben guter Unterhaltung auch immer den Anspruch hatten, Wissen zu vermitteln. Ende 2017 verabschiedeten sich die Gnädige Frau und das Hausmädchen Mariechen dann nach zehn Jahren „Plätzchen, Punsch und Pulverschnee“ von ihrem Publikum – aber nur, um sich neuen kulturhistorischen Projekten und Konzepten rund um die Sayner Museen und in der Region zu widmen. Letztlich wurde den beiden aber klar: Weihnachten ohne Theater, ist irgendwie kein richtiges Weihnachten. Und so wird bereits im Dezember ein neues Weihnachtstheater, dieses Mal auf Schloss Burg Namedy, zu sehen sein, mit dem Stephanie Paatsch und Heike Kamp – wenn auch nicht als Darstellerinnen – das Publikum gewiss einmal mehr begeistern werden.

Neben der Urkunde aus den Händen des Landrates nahmen Paatsch und Kamp noch einen Scheck über eine Förderung in Höhe von 1.500 Euro vom stellvertretenden Vorstandsmitglied der Sparkasse Koblenz, Karl-Heinz Weber, entgegen. „Jetzt stiehn mir heij, mir zwei, ich krieg, die Pimpanellen, und bekommen einen Preis, un dat auch noch vom Landrat und vom Kreis!“, bedankte sich Heike Kamp stilecht in ihrer Paraderolle als Mariechen für die Auszeichnung und sprach gemeinsam mit Stephanie Paatsch einen ebenso großen Dank an all ihre Unterstützer und Förderer aus.

Musikverein Löf

Die zweite Auszeichnung des Abends ging an den Musikverein Löf: Im Jahre 1964 wurde der Musikverein als Knabenblaskapelle gegründet. Seitdem pflegt der Verein die Tradition und ist gleichzeitig offen für Neues. Jugendarbeit wird seit der Vereinsgründung beim Musikverein Löf großgeschrieben. Mit und durch die Musik will der Verein Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung positiv unterstützen. Die Verantwortlichen wissen, dass Musik nicht nur die schönste Sprache der Welt ist, sondern auch soziale Kompetenzen fördert, selbstbewusst macht und die Sinne schärft. Aus diesen Gründen bietet der Musikverein musikalische Ausbildung für jede Altersklasse an, angefangen von der musikalischen Früherziehung bis hin zum Jugendorchester. Von Anfang an vermittelt der Verein seinem Nachwuchs auch, dass Musik auch Heimat ist. So lernen die Kinder und Jugendlichen das Brauchtum und die Kultur der eigenen Ortsgemeinde und Region kennen und schätzen. Dass der Musikverein „mehr als nur ein Verein“ ist – wie es auch auf der Vereins-Homepage geschrieben steht – beweist er unter anderem auch mit der Initiative „Musikverein Löf hilft“. So hat er sich seit 2018 auf die Fahnen geschrieben, mindestens einmal im Jahr durch den Erlös eines Benefizkonzertes einen aktiven sozialen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Stellvertretend für den Mitglieder-reichen Musikverein nahm der Erste Vorsitzende Wolfgang Weber die Urkunde von Landrat Dr. Saftig und den Scheck über die Fördersumme von 1.500 Euro von Christoph Weitzel, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Mayen, entgegen. „Wir wissen, dass solche Preise nicht vom Himmel fallen, dass sie in aller Regel das Produkt einer Arbeit über viele Jahre sind. Diese Ehrung nehmen wir in großer Dankbarkeit entgegen. Sie wird uns Ansporn sein, auf diesem Niveau weiter zu arbeiten“, sagte Wolfgang Weber und dankte zugleich allen, die zu der Auszeichnung beigetragen haben.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung – wie könnte es anders sein – vom Musikverein Löf selbst. Das Bläser-Sextett und das Jugendorchester unter Leitung von Dirigent Thorsten Krause ließen es sich nicht nehmen, gleich mehrere überaus hörenswerte Beiträge darzubieten.

Pressemitteilung des

Kreis MYK

Stephanie Paatsch, Heike Kamp und der Musikverein Löf wurden von Landrat Dr. Alexander Saftig mit dem Kulturförderpreis „forum artium plaudit“ ausgezeichnet. Quelle: Kreis MYK

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