Allgemeine Berichte | 01.09.2025

Kunst am Bau: Alte Bäume kehren als Kunstwerk zurück zur Kita

Außenanlageplaner Dirk Pott, Pfarrer Steffen Henrich, die Kita-Leiterinnen Eva Schmidt und Ulrike Floreth, Projektleiterin Julia Moser-Winterweber, Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung und der Erste Beigeordnete der Stadt Montabaur Dr. Andreas Wechsung freuen sich, dass die alten Bäume eine neue Funktion erhalten.  Fotos: Stadt Montabaur, Viola Marschall

Montabaur. Die Kita St. Martin in Montabaur derzeit umfangreich umgebaut und erweitert. Für die Bauarbeiten mussten ein paar Bäume gefällt werden. Diese sind nun in Form eines bespielbaren Holz-Kunstwerks zur Kita zurückgekehrt: Die Kinder können ab sofort mit der „Bärenbande“ auf große Fahrt gehen. Das neue Kunstwerk mit massiver Holzüberdachung stammt von der Bildhauerin Jutta Faßhauer-Jung.

„Wir waren sehr traurig, als die Bäume gefällt werden mussten, um Platz für den neuen Anbau zu schaffen“, sagt Kita-Leiterin Ulrike Floreth. „Aber jetzt sind sie wieder zu Hause“. Aufgrund des steigenden Bedarfs an Betreuungsplätzen wird die Kita St. Martin in Montabaur seit Mai 2024 erweitert. Der Baumaßnahme fielen leider einige der alten Bäume zum Opfer, um Platz für den neuen Anbau zu schaffen.

„Kunst am Bau“ - mehr als eine gesetzliche Vorgabe

Bei öffentlichen Bauprojekten muss ein bestimmter Prozentsatz der Baukosten (hier 1,5%) für „Kunst am Bau“ investiert werden. „Kunst am Bau“ ist Ausdruck des kulturellen Selbstverständnisses eines Landes, sichert Kunstförderung und unterstützt Kunstschaffende. Bereits vor Baubeginn hatte die Stadt Montabaur einen Künstlerwettbewerb durchgeführt und verschiedene Vorschläge verschiedener Künstler erhalten. „Unsere Vorgabe war, dass die gefällten Bäume Verwendung auf dem Spielgelände finden und somit einen Erinnerungswert erhalten“, erzählt Projektleiterin Julia Moser-Winterweber. Eine weitere Vorgabe war, dass ein für die Kinder bespielbares Kunstwerk entsteht.

Die Kinder gehen mit der Bärenbande auf große Fahrt

Gewonnen hat den Wettbewerb die Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung mit ihrem Entwurf für die „Bärenbande - vom Baum zum Schiff“. Entstanden ist eine stabile Holzkonstruktion, die sicher verarbeitet ist und den Kindern als Klettergerüst zusätzlichen Spielspaß bietet. „Die fröhliche Bärenbande hat sich den alten Baumstamm geschnappt und nutzt ihn von nun an als Schiff“, erklärt die Künstlerin ihre Idee dahinter. Und „es ist noch viel Platz an Bord“. Die Kinder können sich also dazusetzen und mit den Bären auf große Fahrt gehen und die Welt entdecken.

Kunstwerk enthüllt

Gemeinsam mit den künftigen Passagieren hat sie das Kunstwerk enthüllt, die auch gleich fröhlich auf dem „Schiff“ Platz nahmen. Und es gibt viel zu entdecken. So stecken Blumen hinter den Ohren, ein Mäuschen fährt mit und es scheint, als „schwimmen“ einige Bären neben dem Floß im Sand. Die liebevolle und gleichzeitig stabile Arbeit begeistert die Kinder vom ersten Moment an. „Wir ziehen demnächst in das gelbe Zimmer. Von dort aus haben wir den allerbesten Blick im ganzen Haus auf die Bärenbande“, freut sich ein Kind. Zum Schutz vor Hitze und Regen wurde das neue Spielgerät mit einer massiven Holzüberdachung versehen. „Die neue Konstruktion ergänzt unser naturnahes Außengelände mit dem alten Baumbestand ideal“, berichtet Kita-Leiterin Eva Schmidt. „Ganz im Sinne unseres Konzepts, bei jedem Wetter draußen spielen zu können.“

Schwieriger Transport

Jutta Faßhauer-Jung hat bereits im letzten Jahr mit den Arbeiten begonnen. „Die kleineren Teile konnte ich in der Werkstatt anfertigen. Für die großen Bäume musste ich auf gutes Wetter warten, damit ich sie draußen bearbeiten konnte. Rund 2.648 kg wiegt die Konstruktion, die schließlich mit einem Kran und fünf starken Männern zurück an Ort und Stelle transportiert wurde. „Ich wünsche mir, dass die Bärenskulptur als heitere Ecke, aber auch als Rückzugsort dient“, sagt die Künstlerin.

Dr. Andreas Wechsung, Erster Beigeordneter der Stadt Montabaur, gratulierte zum gelungenen Kunstwerk. „Ich freue mich, dass die Bäume eine neue Funktion und damit eine neue Qualität erhalten.“ Pfarrer Steffen Henrich spricht seinen Segen vor allem mit dem Ziel, dass die Kinder mutig und neugierig ihr neues Spielgerät erkunden und vor Verletzungen geschützt sind.

Neuer Parkplatz mit 35 Stellplätzen

Auch der neue Parkplatz, an der Elgendorfer Straße direkt neben dem Kita-Gelände gelegen, ist fertig und zur Nutzung freigegeben. Bereits im letzten Jahr hatte die Stadt das Grundstück erworben. Die 35 Stellplätze stehen ab sofort für das Kita-Personal und für Kita-Eltern zur Verfügung; abends und an den Wochenenden kann dort jeder Bürger parken. Die Baukosten liegen bei rund 100.000 Euro. Zusätzlich wird noch ein kleiner Parkplatz für das Bringen und Abholen der Kinder vor dem künftigen Eingang der Kita an der Martin-Luther-Straße entstehen.

Pressemitteilung

Stadt Montabaur

Die Kita-Kinder sind begeistert und gehen ab sofort mit der Bärenbande auf große Fahrt.

Die Kita-Kinder sind begeistert und gehen ab sofort mit der Bärenbande auf große Fahrt.

Neben dem Kita-Gelände ist ein Parkplatz 35 Stellplätzen für Eltern, Personal und Bürger entstanden.

Neben dem Kita-Gelände ist ein Parkplatz 35 Stellplätzen für Eltern, Personal und Bürger entstanden.

Aus den großen alten Bäumen, die aufgrund des Anbaus gefällt werden mussten, ist ein wunderbares und sicheres Spielgerät für die Kinder der Kita St. Martin entstanden, die „Bärenbande - vom Baum zum Schiff“.

Aus den großen alten Bäumen, die aufgrund des Anbaus gefällt werden mussten, ist ein wunderbares und sicheres Spielgerät für die Kinder der Kita St. Martin entstanden, die „Bärenbande - vom Baum zum Schiff“.

Die Kinder enthüllen ihr neues Spielgerät zusammen mit der Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung.

Die Kinder enthüllen ihr neues Spielgerät zusammen mit der Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung.

Außenanlageplaner Dirk Pott, Pfarrer Steffen Henrich, die Kita-Leiterinnen Eva Schmidt und Ulrike Floreth, Projektleiterin Julia Moser-Winterweber, Künstlerin Jutta Faßhauer-Jung und der Erste Beigeordnete der Stadt Montabaur Dr. Andreas Wechsung freuen sich, dass die alten Bäume eine neue Funktion erhalten. Fotos: Stadt Montabaur, Viola Marschall

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