Kath. Familienbildungsstätte Neuwied
Kurs für betreuende Grundschulkräfte
Neuwied. Die Kath. Familienbildungsstätte Neuwied e. V. (FBS) koordiniert 40 Freiberufler der Betreuenden Grundschule an Neuwieder Schulen und erreicht damit täglich rund 370 Deichstadtkinder. Beim zweitägigen Seminar trainierten die Betreuerinnen den wertschätzenden Umgang mit Konflikten. Seit dem Jahr 2003 beauftragt die Stadt Neuwied die Kath. Familienbildungsstätte Neuwied e. V. mit der Koordination der Betreuenden Grundschulkräfte an 12 Neuwieder Schulen. Dies ermöglicht den Familien vor und nach dem Unterricht eine zuverlässige Betreuung ihrer Kinder bis zum Nachmittag. „Anfänglich starteten wir mit vier Gruppen und erreichten damit rund 50 Kinder. Im aktuellen Schuljahr sind über 40 Betreuerinnen und Betreuer in 40 Gruppen eingesetzt. Damit erreichen wir von Montag bis Donnerstag pro Tag rund 370 Kinder“, sagt Nils Zimmermann, Geschäftsführender Leiter der Kath. Familienbildungsstätte Neuwied. Der Nachfrageanstieg in den letzten Jahren zeigt die Notwendigkeit einer verlässlichen und qualitativ hochwertigen Betreuung der Neuwieder Kinder. Um das Qualitätsniveau der Betreuungskräfte aufrecht zu halten, beauftragt das Schulamt die FBS zusätzlich mit einer jährlich stattfinden Schulung.
Ein anderer Blick auf das Thema „Konflikte“
Bei der diesjährigen Weiterbildung engagierte die FBS die Neuwieder Kommunikationstrainerin Hildegard Schanz und vermittelte den Teilnehmerinnen einen anderen Blick auf das Thema Konflikte: „Im Seminar geht es um den wertschätzenden Umgang der Konfliktbeteiligten untereinander. Dabei ist die eigene Haltung von besonderer Bedeutung: Betrachte ich den Konfliktbeteiligten als Gegner oder als Partner? Vielfach ist bereits das Verstehen wollen des jeweils anderen ein erster Schritt in Richtung Lösung.“, sagt Hildegard Schanz, die zugleich Coach und Logotherapeutin ist. Demnach ist das Vorhandensein eines Konfliktes etwas wert- und sinnvolles, da es einen Zustand beschreibt, der veränderbar ist und soziales Lernen begünstigen kann. Aufgabe der Betreuungskräfte ist die Aufsicht und Beschäftigung der Kinder vor und nach dem Unterricht. Hierzu hat das Schulamt neben der Betreuung von 12 bis 14 Uhr auch Frühgruppen ab 7 Uhr und Spätgruppen bis 16 Uhr eingerichtet. In dieser Zeit spielen die Kinder, fertigen ihre Hausaufgaben an oder lassen die Zeit verstreichen. Die Betreuungskräfte sind Ansprechpartner, Vertrauenspersonen und Helfer, die im Laufe der Zeit tragfähige und wertschätzende Beziehungen zu den Kindern aufbauen. Weitere Informationen zur Koordination von Betreuungskräften an Grundschulen und Angeboten der Familienbildungsstätten, Häuser der Familie und Mehrgenerationenhäuser im Kreis Neuwied unter www.fbs-neuwied.de sowie telefonisch bei FBS-Koordinatorin Bea Röder-Simon unter Tel. (0 26 31) 39 07 30.
Pressemitteilung
Familienbildungsstätte Neuwied
