Einweihung der neuen Kindertagesstätte CariNest in Meckenheim
Kuturelle Vielfalt mit christlichem Selbstverständnis unterstützen
Meckenheim. Die Hände ganz in Fingerfarbe tauchen, eine solch feuchtkalte Angelegenheit hatten Bürgermeister Bert Spilles und der Kreis-Caritasdirektor Harald Klippel schon lange nicht mehr erlebt. In der Kindertagesstätte CariNest nahmen sie die Einladung dazu trotz Festtagskleidung mit Humor an und schmückten als erste eine große Leinwand mit ihrem Handabdruck. Auf dieser Leinwand sollten sich alle Kinder, Eltern und Gäste verewigen, in genau den Farben, nach denen die drei Gruppen der Kita benannt sind: in Rot, Gelb und Blau. Eine Erinnerung an dieses bunte Sommerfest, mit dem die Einrichtung nun offiziell eingeweiht wurde.
Nachdem der Caritasverband Rhein-Sieg den Betrieb im Mai dieses Jahres mit einer ersten Gruppe aufgenommen hatte, spielen und lernen im Ruhrfeld inzwischen 61 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Damit ist die Einrichtung, die im Mai mit einer ersten Gruppe begonnen hatte, bis auf wenige Plätze ausgelastet.
„Ein Haus zu bauen, erfordert immer viel Arbeit“, bedankte sich Kreis-Caritasdirektor Harald Klippel bei der Stadtverwaltung. „Bei diesem Haus war es noch ein bisschen komplizierter, da es bereits bestand und für die neue Nutzung umgebaut werden musste. Eine Kita zu schaffen in ehemaligen Fraktionsräumen der Parteien, das war die große Herausforderung.“
„Wir sind eine lebendige Stadt, in der viele Kinder geboren leben“, antwortete ihm Bürgermeister Bert Spilles in einem Grußwort. Wenn er sich aber so umschaue im neuen CariNest, dann fühle er sich in der Entscheidung zum Umbau der ehemaligen Verwaltungsräume sehr bestätigt.
Gefreut habe sich der Verband, so führte Caritas-Vorstand Harald Klippel aus, als die Stadt angefragt hatte, nach dem JOhannesNest nun eine zweite Einrichtung in der Stadt zu übernehmen. „Es ist für uns eine willkommene Herausforderung, die kulturelle Vielfalt des Stadtteils mit unserer aus einem christlichen Selbstverständnis lebenden Arbeit wieder ein Stück weit zu unterstützen.“
Dank ging auch an die Leiterin Helene Hohenhaus und ihr achtköpfiges Team, das anstrengende „Premierenwochen“ bestens gemeistert hat. Und bereits jetzt hat sich gezeigt, dass in einer Einrichtung, in der rund die Hälfte der Kinder in seiner Familie nicht Deutsch, sondern eine andere Sprache spricht, dem Spracherwerb große Bedeutung zukommt. „Aber es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie schnell die Kinder in diesem Umfeld lernen“, so Helene Hohenhaus.
Alle Kinder folgten schließlich nach einem kurzen Wortgottesdienst unter dem Motto „Lasset die Kinder zu mir kommen“ im andächtigen Gänsemarsch zur Einsegnung dem stellvertretenden Kreisdechant Dr. Reinhold Malcherek durch Haus und Außenspielgelände.
Pressemitteilung
des Caritasverbands Rhein-Sieg
Mit Humor nahmen (v. l.) Bürgermeister Bert Spilles und Kreis-Caritasdirektor Harald Klippel die Herausforderung an, ihre Handabdrücke auf einer Leinwand zu verewigen.
