Comedian Johannes Flöck gastierte im Kapuzinerkloster
Lachen ist auch im Alter die beste Medizin
Cochem. Er weiß wie man das Älterwerden durchaus mit Humor nehmen und ihm damit auch seine durchaus positiven Seiten abgewinnen kann. Die Rede ist natürlich von Comedian Johannes Flöck, der im Pater-Martin-Saal des Kapuzinerklosters mit seinem neuen Spaßprogramm „Neues vom Altern“ aufwartete. In diesem Zusammenhang betätigte er sich auf der Bühne als eine Art wissenschaftlicher Berater von und Moderator zwischen den Generationen, was ihm nach Ansicht des Publikums hervorragend gelang. Er selbst agierte bezüglich seiner Person aus einer Art Altersgrauzone heraus, in welcher er von den Eltern noch als jung angesehen, von der Jugend aber schon als Angehöriger des bemitleidenswerten „Kukident-Geschwaders“ eingeordnet wird.
In seinen stets humorvollen Beiträgen versuchte Flöck hier die Übergänge von der Jugend zum Alter und die damit verbundenen drastischen Änderungen, die seiner Ansicht nach zum Teil auch Verbesserungen wären, fließend zu überbrücken. Ein köstliches Unterfangen, was ihm mit Bravour gelang. Dabei legte er nicht nur Wert auf den stets amüsanten Inhalt seiner Thesen und Aussagen, sondern wusste diese auch mit reichlich Körpereinsatz und entsprechender Gestik und Mimik nachhaltig zu unterstreichen. Es war ein Fest für jedes Zwerchfell was der bekannte Comedian als selbst ernannter Brückenbauer zwischen dem Jungsein und Altwerden verbal produzierte und zu einem exzellenten Spaßpaket verpackte.
Dabei nahm er zur Freude seines Publikums auch auf niemanden Rücksicht – sich eingeschlossen. Seine vorgebrachten Erkenntnisse und Lebenswirklichkeiten untermauerte er beweiserheblich anhand von diversen Beispielen, die
nicht nur den erfahrenen aber nachlassenden Denkapparat, sondern auch die Leistungsfähigkeit des Körpers mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachteten. Hier setzte Flöck speziell auf den hohen Wiedererkennungswert bei jedem einzelnen seiner alternden Zuhörer, die sich für diese Bestätigung bekannter Defizite mit reichlich Applaus und Lachtränen bedankten. Eine First-Class-Unterhaltung.
TE
