Allgemeine Berichte | 16.03.2022, 16:28 Uhr

Ab April keine PCR-Pooltests mehr in Kitas des Kreisjugendamtes

Land stellt Finanzierung ein

Rhein-Sieg-Kreis. Alle Kinder, die eine Kindertagesstätte im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes (Alfter, Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Swisttal, Wachtberg, Windeck) besuchen, konnten zweimal pro Woche mit einem sogenannten PCR-Pooltest in ihrer Kindergartengruppe auf das Coronavirus getestet werden. Die Finanzierung dieser anlasslosen, flächendeckenden Tests übernahm das Land NRW.

Anfang März verkündete NRW-Familienminister Joachim Stamp allerdings das Ende der Landes-Finanzierung, mit Ende des Monats wird diese eingestellt. Danach wird es noch eine Übergangszeit von drei Wochen geben, in denen drei Selbsttests pro Kind und Woche vom Land zur Verfügung gestellt werden.

„Wir können die Gründe, die das Land vorgetragen hat nachvollziehen, auch wenn der Zeitpunkt für uns überraschend kommt“, teilte Beate Schlich, Leiterin des Kreisjugendamtes mit. „Die PCR-Pooltestungen werden daher im Zuständigkeitsgebiet des Kreisjugendamtes Ende März eingestellt und von den Selbsttests abgelöst.“ Diese Selbsttests werden den Eltern von der Kita zur Verfügung gestellt und zu Hause durchgeführt.

Das Land erklärte gegenüber dem Kreisjugendamt den Ausstieg insbesondere damit, dass laut Aussagen von Expertinnen und Experten der Kindermedizin schwere Verläufe durch eine Corona-Infektion bei Kindern die absolute Ausnahme darstellten. Viel schwerer wiegten Folgewirkungen durch häufige Betreuungsausfälle, die unausweichliche Folge einer stringenten Teststrategie sind: Adipositas, seelische Erkrankungen und Suchtverhalten z.B. überstiegen die Risiken einer Corona-Infektion um ein Vielfaches.

Anlasslose Testungen seien daher nicht mehr das richtige Instrument zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, heißt es vom Land NRW. Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

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