Rhein-Sieg-Kreis
Landrat Kühn bittet, Umzug von VENRO zu überdenken
Rhein-Sieg-Kreis. Landrat Frithjof Kühn hat kein Verständnis für die Umzugspläne von VENRO (Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.) und bittet den Vorstandsvorsitzenden Ulrich Post darum, den geplanten Umzug zu überdenken. „Für einen Verbleib von VENRO in Bonn sprechen gute Gründe. So hat nicht nur das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit seinen ersten Dienstsitz in Bonn, seit 1994 ist Bonn zu dem Standort in Deutschland für Entwicklungspolitik, nationale, internationale und supranationale Einrichtungen ausgebaut“, so Landrat Kühn in seinem Brief. Mehr als 150 Organisationen und Nichtregierungsorganisationen hätten sich seither in der Region angesiedelt, einschließlich mehrerer UN-Einrichtungen. Bonn sei die deutsche Stadt der Vereinten Nationen und Ort des internationalen Dialogs. Außerdem sei mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Engagement Global als Servicestelle für entwicklungspolitisches Engagement in Deutschland die Bundesstadt Bonn zur internationalen Schaltstelle deutscher Entwicklungspolitik ausgebaut. „Außerdem unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit die Ansiedlung weiterer Sekretariate der Vereinten Nationen und internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen“, erläutert Kühn weiter. Landrat Kühn gibt weiterhin zu bedenken, dass der Bestand des Regierungsstandortes Bonn mit den ersten und zweiten Dienstsitzen aller Bundesministerien und den damit verbundenen Politikbereichen sowie den zahlreichen Institutionen und Verbänden für die gesamte Region existenziell ist. „Bei allen Umzugsüberlegungen bitte ich auch diesen Aspekt, mit im Auge zu behalten.“
Pressemitteilung
des Rhein-Sieg-Kreises
