Allgemeine Berichte | 30.08.2024

Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach

Latein-Exkursion der Klassenstufe 7 in das Römerbergwerk Meurin

Die Lateinschülerinnen und -schüler im Römerbergwerk Meurin. Foto: Max Schultheiß

Andernach. Vor Kurzem unternahmen die Lateinschülerinnen und -schüler der Klassen 7a, 7b und 7c des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Schultheiß, Frau Marx und Herrn Dr. Schittko eine Exkursion in das Römerbergwerk Meurin (Kretz).

Der erste Teil der Exkursion fand als Führung durch das Bergwerk statt, das eine einzigartige Geschichte aufweist: Durch die immense letzte Explosion des Laacher-See-Vulkans etwa 12000 v. Chr. entstand eine meterhohe Tuffschicht, deren Abbau für die Römer bis in die Spätantike hinein ein bedeutender Wirtschaftszweig war. Insbesondere für repräsentative Prachtbauten wie Paläste und Kastelle waren die wertvollen Tuffsteine sehr beliebt, aus römischen Ruinen gewonnenes Steinmaterial wurde in späteren Jahrhunderten in zahlreichen Kirchen verbaut. Heute stellt das Römerbergwerk Meurin das größte seiner Art nördlich der Alpen und das einzige begehbare Tuffbergwerk in Europa dar.

Im Zuge der Führung durch die Gewölbe des Bergwerks wurden den Schülerinnen und Schülern zahlreiche Informationen nicht nur zum Leben römischer Bergarbeiter und Soldaten, sondern auch zu den früheren Techniken des Bergbaus vermittelt. Hierzu trug ebenso ein im unterirdischen Stollen gezeigter Film bei. In einem ersten Mitmach-Experiment testeten die Kinder die Wirkung verschiedener Flaschenzüge aus. Sie besichtigten außerdem in den Gängen das rekonstruierte Heiligtum für Hercules Saxanus, den Schutzgott der Steinarbeiter.

Im zweiten Teil der Exkursion standen archäologische Mitmach-Experimente für die Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Auf dem Außengelände des Römerbergwerks, der „Antiken Technikwelt“, wurden sie selbst zu kleinen Baumeistern: Auf einer rekonstruierten Baustelle, die den technischen Verhältnissen zur Zeit des Kaisers Augustus entsprach, konnten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung eine Krananlage bedienen. Indem zwei Kinder an der Haspel drehten und das Seil gesichert wurde, wurde ein schwerer, am Seil hängender Tuffstein über den Flaschenzug des Baukrans (Pentaspastos) in die Höhe gezogen. An weiteren Mitmach-Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler römische Kochutensilien besichtigen, selbst Steine behauen und eine pompejanische Getreidemühle aus Mayener Basalt sowie eine kleine Handmühle ausprobieren. Die Kinder erhielten außerdem die Gelegenheit, mithilfe einer byzantinischen Steinsäge Marmorplatten zu schneiden. Einen weiteren Höhepunkt stellte das Schießen mit einem römischen Bogen dar.

Insgesamt verband die Exkursion Unterrichtsinhalte verschiedener Fächer und förderte somit das vernetzte Lernen.

Die Lateinschülerinnen und -schüler im Römerbergwerk Meurin. Foto: Max Schultheiß

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