Exkursion des Zehnthausvereins nach Mendig und Remagen
Lava-Dome und Apollinariskirche
Swisttal-Odendorf. „Ich habe schon mehrere Vulkanmuseen besucht, aber eine so tolle Präsentation wie im Mendiger Lava-Dome samt Lava-Keller habe ich noch nicht gesehen“, beschrieb ein Mitglied der Exkursionsgruppe des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig nach dem Besuch des Vulkanmuseums Mendig seine Eindrücke. Die Teilnehmer waren einer Einladung des Zehnthausvereins gefolgt, an einem Tag sowohl auf den Spuren des Vulkanismus in der Eifel zu wandeln als auch der Apollinariskirche in Remagen einen Informationsbesuch abzustatten.
Der Besuch in Mendig begann mit einem Film über den Ausbruch des Wingertsberg-Vulkans. Der beeindruckte nicht nur durch optische und akustische Effekte, sondern ließ sogar wie bei einem Erdbeben die Sitzgelegenheiten der Besucher erzittern.
Diesem Film folgte eine fiktive Fernsehsendung über die Rettungsmaßnahmen nach einem Vulkanausbruch im Laacher See. In der anschließend besuchten Vulkan-Werkstatt konnten die Besucher an interaktiven Versuchsstationen nachvollziehen, wie die Erdkräfte wirken und was sich so unter der Erdoberfläche unseres Planeten tut. Im Raum „Zeit der Vulkane“ erzählen sprechende Steine von vier Vulkanausbrüchen vergangener Zeiten. Außerdem konnten aktuelle seismologische Daten aus aller Welt abgerufen werden.
Vom Michel-Hof aus ging es dann über 150 Stufen hinab in einen der Felsenkeller, die im Laufe der Zeit durch den Basaltabbau von Menschenhand geschaffen wurden. In 32 Metern Tiefe befindet sich unterhalb der Stadt Mendig auf einer Fläche von drei quadratkilometern ein in der Welt einmaliges Netz unterirdischer Hohlräume, die wegen der beständigen Temperatur von 6 bis 9 Grad in der Mitte des 19. Jahrhunderts von 28 Brauereien zur Bier-Lagerung genutzt wurden. Nach dem Wiederaufstieg aus dem Felsenkeller und einem kurzen Fußmarsch konnte die Gruppe noch über die Museumslay schlendern und Werke der Mendiger Steinmetztradition, den Nachbau einer alten Grubenbahn samt Loren, Basalt-Mühlsteine, einen Grubenkran und eine Steinmetzhütte besichtigen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen setzte die Gruppe ihre Exkursion mit dem Besuch der Apollinariskirche in Remagen fort. Schwester Ignatia Maria von der „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“, einem niederländischen Orden, führte die Besucher durch die Kirche und gab einfühlsam und eindrucksvoll Erläuterungen zum Gebäude, zu den Fresken, zur Krypta mit der Reliquie des Heiligen Apollinaris sowie dem hier ansässigen Orden. Anschließend war die Gruppe zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Wegen der offenen und gewinnenden Herzlichkeit des Empfangs kann dieser Teil des Exkursionsprogramms im Nachhinein als ein Höhepunkt des Tages angesehen werden.
