Verschönerungsverein ist verzweifelt
Lavendelklau am Burgweiher
Unbekannte haben am Burgweiher in Buschhoven liebevoll angelegten Lavendel ausgerissen
Swisttal. Ganz unglücklich ist Nicole Heyart: Zusammen mit ihrem Sohn Nico hatte sie in Buschhoven vor dem Heiligenhäuschen am Burgweiher ein bienenfreundliches Blumenbeet angelegt.
Im Frühjahr hatten sie liebevoll verschiedene Pflanzen ausgewählt. Ein schönes Entree zum kleinen Park am Weiher sollte es werden, und Insekten Nahrung bieten.
Monatelang haben sie das Beet gepflegt – und kaum blüht der Lavendel, so wird er auch schon büschelweise abgeschnitten! „Wer macht denn sowas?!“, fragt sie empört, „wer klaut denn Blumen aus öffentlichen Beeten?“
Vorsitzender zweifelt an Umweltverständnis
"Unglaublich, dass es das in Zeiten des gestiegenen Umweltbewusstseins noch gibt“, steht Frank Wendorf, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Buschhoven (HVV), fassungslos vor der geplünderten Anlage.
„Die einen demonstrieren bei ,Fridays for Future' für den Erhalt der Umwelt oder engagieren sich aktiv bei der Pflege öffentlicher Anlagen. Und dann gibt es Leute, die sehen nur ihren persönlichen Vorteil und klauen Blumen aus einer Parkanlage!"
Helfer sind willkommen
Seit 1998 übernimmt der Heimat- und Verschönerungsverein jeden Monat ehrenamtlich nicht nur die Pflege der Anlagen rund um den Burgweiher, sondern mittlerweile auch für die der Anlage rund um den Aufschluss des Römerkanals sowie für die Beete am Quesnoyplatz und dem Brunnenplatz: Für alle Anlagen werden ständig Pflegehelferinnen und Pfleger gesucht!
Von August bis November treffen sich die ehrenamtlichen Naturliebhaber jeden ersten Samstag im Monat um 10 Uhr am Heiligenhäuschen am Buschhovener Burgweiher. Mit der "Weiherreinigung" sorgen sie dafür, dass er auch weiterhin die grüne Lunge Buschhovens bleibt.
Das wäre doch auch eine Möglichkeit für den Frevler oder die Frevlerin,, den Schaden wieder gut zu machen. Die nächste Reinigungsaktion findet am 3. August statt.
Der Lavendel sah nicht nur schön aus, er bot auch Nahrung für Bienen.
