Mitgliederfest des Kultur- und Verschönerungsvereins Thür
Leben wie Gott in Frankreich
Verein dankte mit französischem „Savoir-vivre“ für die Unterstützung übers Jahr
Thür. Übersetzt bedeutet „Savoir-vivre“ in etwa „die Kunst, das Leben zu genießen“, und genau das wollte der Kultur- und Verschönerungsverein Thür seinen Mitgliedern als Dank für ihren Einsatz im vergangenen Jahr bieten: sich Zeit nehmen für die kleinen Freuden des Alltags, essen und trinken, Solidarität und Gemeinschaft, Ablenkung vom Alltag mit Boule und einem typischen französischen Spielfilm zum Abschluss.
Johannes Schneider, 1. Vorsitzender des Kultur- und Verschönerungsvereins, begrüßte an diesem Nachmittag fast 60 Mitglieder auf der Dorfwiese in Thür. Nach dem Kaffee mit leckerem Kuchen begann der Wettkampf um die inoffizielle Boule-Meisterschaft von Thür. Boule ist in Frankreich die schönste Art, einen vergnüglichen Nachmittag zu verbringen, als beste Medizin gegen die Hektik. Aber die Lässigkeit der ersten Würfe wich schon bald dem Ehrgeiz, dem „Schweinchen“ am nächsten zu kommen und die richtige Flugkurve zu finden und diese fachmännisch zu diskutieren.
Am Ende kämpften zwei Paare um die Meisterschaft, Uschi Geilen und Helma Schneider gegen Hans-Werner Schneider und Richard Schneider, die das Quäntchen Glück schließlich auf ihrer Seite hatten. Das Stechen konnte Richard Schneider zu seinen Gunsten entscheiden.
In der Zwischenzeit hatten die fleißigen Helfer des Vereins die lange Tafel auf der Dorfwiese neu gedeckt. Weiße Tischtücher, bunte Blumensträuße, Porzellangeschirr, Platten mit den verschiedensten französischen Spezialitäten, selbstgemachte Dips, Salate und französischer Wein luden zum Genießen ein. Der Nachtisch, eine Kreation von Mechthild Schneider, Mousse au Chocolat mit Früchten, leitete über zu einem Spielfilm in der Dorfscheune, der Schokolade als zentrales Thema hatte.
Als die letzten Gäste weit nach Mitternacht die Veranstaltung verließen, waren sich manche nicht mehr so sicher, ob Thür nicht doch in Frankreich statt am Rande der Eifel liegt.
Richard Schneider bei seinem entscheidenden Wurf um die inoffizielle Boule-Meisterschaft.
