Fulminantes klassisches Klavier-Solo mit der Bonner Pianistin Jamina Gerl
Lebendigkeit entwickelt und verwirklicht
Koblenz. Ausdruck internationaler Berufung, Akzeptanz und konzertanter Begehrtheit der Klaviervirtuosin Jamina Gerl manifestieren sich unter anderem in der gerade veröffentlichten CD mit Life-Aufnahmen des Klavierkonzerts Nr.3 Op.30 von Sergei W. Rachmaninow und dem New York Concerti Sinfonietta und Franz Liszts Klavierkonzert Nr. 2 mit dem Fairbanks Symphonic Orchestra, jeweils New York.
Nun trat die Ausnahmepianistin mit einem Solo-Konzert in der ehemaligen Pallottiner-Kapelle Koblenz-Ehrenbreitstein auf. Manche Musik-geneigte Koblenzer hätten sich die Reise über den Atlantik sparen können, hätten sie den vor der Haustür stattfindenden gigantischen Musikgenuss wahrgenommen - die Kenntnis und Liebe zum klassischen Klavierspiel vorausgesetzt, und zwar jenseits hier etablierter Aufführungsstätten und Institutionen.
In der sehr gut besetzten ehemaligen Kapelle konnten die Zuhörer miterleben, wie eine weltweit auftretende Pianistin am Klavier mit Akribie, Empathie, Virtuosität und differenziertem Ausdrucksvermögen einen Klavierzauber vollbringt. Sie waren zu Recht begeistert. Und „alte Meister“ zu spielen bedeutet auch, Lebendigkeit und eigenen Ausdruck zu entwickeln wie zu verwirklichen. Das gelang Jamina Gerl in Perfektion. Dem diente auch der atmosphärisch einladende, akustisch brillante und familiäre Kapelleninnenraum eindringlich. Was klaviertechnische Resonanz und Souveränität wie triumphale und unglaubliche Tasten-„Akrobatik“ wirklich bedeuten, war bei diesem Konzert zu bewundern, zu bestaunen, einzuatmen, zu erfahren und ob des Perfektionismus und der Ausdruckstiefe des Spiels der Protagonistin vereinnahmend, fast unwiederbringlich zu hören.
Dabei waren Kunstfertigkeit, gepaart mit feinem Gespür für Klangfarben und emotionaler Ausdrucksfähigkeit, maßgebend. So kamen zu Gehör: Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate KV 332 in F-dur und Frederic Chopins Nocturne Op 48 Nr. 3 in C-moll, gefolgt von den Drei Intermezzi Op. 117 von Johannes Brahms und Franz Listzs Gnomenreigen.
Besonders eingehend und fulminant stellten sich die Venezianischen Gondellieder des Felix Mendelssohn Bartholdy dar. Franz Schuberts „Der Wanderer“ D.489 ließ emotionale Bedenklichkeit und Ruhe einfließen. Auch Johann Sebastian Bachs Chaconne in D-moll und in der Bearbeitung für Klavier von Ferruccio Busoni ließen die begeisterten Zuhörer in musikalische Euphorie verfallen. Die eingeforderte Zugabe von Franz Liszts „Waldesrauschen“ machte den Hörgenuss perfekt. Es war insgesamt eine Meisterleistung.
Nicht nur die eigens aus Bonn angereiste kleine Musik-Fan-Gemeinde, auch manche Zuhörer waren verwundert über die gänzliche Abstinenz der vorgeblich Kulturbeflissenen der offiziellen Koblenzer Repräsentanz - und das bei einem Konzert dieser Art und Güte und dem angekündigten Spitzenniveau.
Wolfram Heidelmayer
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