Von der Mosel zum Mittelalterlichen Spektakel in Köln-Fühlingen
„Legatio ex Colonia Agrippinensis“ reiste in die alte Heimat
Alken. Der „Legatio ex Colonia Agrippinensis“ - kurz „L.E.C.A“ abgekürzte - Mittelalterhaufen ohne Gesetze und Statuten, unternahm vor Kurzem eine Reise zu seinen Wurzeln ins „Hilije Kölle“. Hier, auf den weitläufigen Wiesen und den Auenwäldern des See`s zu Fühlingen, einem Freizeit- und Sportgelände, findet alljährlich seit 1994 das größte reisende „Mittelalter-Phantasie-Spectaculum“, kurz MPS statt. Nicht authentisch, aber phantastisch, so die Aussage des Veranstalters.
Neben einem Handerker- und Händlermarkt mit dato etwa 170 Ständen, einem Lager der freien Ritter, Sippen und wilden Horden, erfolgten atemberaubende Vorführungen, unter anderem von Panzerreitern mit ihren Streitrössern auf einem separaten Turnierplatz. Gewandete - darunter selbstverständlich auch die weit angereisten Mitglieder der L.E.C.A. - entführten das herbeiströmende Publikum in die Zeit des 13. Jahrhunderts. Ob Ritter, Edelfrau, Knecht oder Magd, Krämer und Scholar, alles vereinigte sich zu einem großen Familienfest. Interessierten Gästen standen sie gerne Rede und Antwort zum Geschehen.
„Wenn man sieht, aus welcher Entfernung hier die (Blech-)Kutschen anrollen, zeigt dies doch das große Interesse an der Mittelalterära und den Bekanntheitsgrad des Festivals,“ so Baldur von Unbescheiden, alias Ralf Dahm, einer der Legatianer, mit einem ledernen Schuppenpanzer, Lederrock und Stulpenstiefeln bekleidet und einen Anderthalbhänder an der Seite.“ Ich freue mich auf die Veranstaltung seit Jahren, egal bei welchem Wetter, so wie ein Kind auf Ostern oder Weihnachten,“ und grinsend unter seinem Zwirbelbart, „vielleicht sogar noch einen Tick mehr!“
Auch wenn Reisige - teilweise bis an die Zähne mit Schwert, Morgenstern und sonstigem Kriegsgerät bewaffnet - so wird hier strengstens auf die Einhaltung des Burgfriedens geachtet. Jeder, der mehrere tausend zählenden Gäste ist aufgefordert diesen, ebenso wie die „Gewandeten“, strikt einzuhalten und es funktioniert.
Neben dem Mittelalter waren auch die Anhänger der „Larp“-Szene, kurz für live-action-role-playing, in nicht unerheblicher Zahl vertreten. Bei den Teilnehmern handelt es sich um historisch ausgerichtete Rollenspieler. So kann es dann vorkommen, dass an einem der Getränkestände ein zartes, holdes Burgfräulein seinen Durst mit einem „Odin-Bier“ stillt, während neben ihr ein furchterregend aussehender Ork sein Fläschchen „medium Mineralwasser“ genießt.
Auf gleich vier Bühnen erschallten mittelalterliche, aber auch härtete Klänge
Von gleich vier über das Gelände verteilten Bühnen wurde das Publikum nicht nur mit „Gaukeley und Balladen“ sondern auch mit „knallhartem Mittelalterrock“ unterhalten. Ständig wechselnde Künstler und Gruppen ließen keine Langeweile aufkommen und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.
Die Damen der L.E.C.A. zog es derweil auf dem Markt zu den Gewandmacherinnen, während die Recken einem Waffenschmied seiner Arbeit an der Esse zusahen. Im Anschluß eilten Erstere, verführt von heranwehenden Düften, zu den Pfannen und Töpfen einer der Garküchen um eine Kleinigkeit der angebotenen Atzung zu sich zu nehmen, während Zweitere, dem Ruf einer der üppigen Schankwirtinnen erliegend, sich einen Humpen würziger Cervesa eines kölnischen Brauers verinnerlichten.
Mit hereinbrechender Dämmerung wurden auf dem Gelände große, aufgeschichtete Holzstöße entzündet und Fackeln sowie Kerzen tauchten das Festival und die Besucher in teilweise gespenstisches Licht. Den Abschluss des Spectaculums bildete eine fantasievoll aufgeführte Feuershow. Nach deren Ende sich auch die Mitgereisten der Legatio zum Kutschenplatz zurück. Bei einem letzten Trunk sprachen sie noch über den nächsten Markttag, bei dem sie am Samstag, 3. September auf dem Koblenzer „Kühkopf“ mitwirken. Der Besuch des MPS steht bereits schon jetzt auf dem Programm für das nächste Jahr.
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