Konzert im JUZ mit Lulo Reinhardt
Leidenschaft, Talent und gute Laune
Höhr-Grenzhausen. Am Samstagabend erwartete das Publikum ein Konzert von Lulo Reinhardt, Ausnahmegitarrist und Neffe des weltbekannten Django Reinhardt im Duett mit Jazzsängerin Rachelle Jeanty, bekannter Solokünstlerin und Ex-Backgroundsängerin von Celine Dion.
Als sei dies nicht genug, traten die Beiden in Begleitung drei weiterer Musikkünstler auf. Gemeinsam mit Falk Bonitz, einem aus Thüringen stammenden Jazzpianisten, einem Schlagzeuger und Bassisten, erzeugten die Fünf ein außergewöhnliches Hörerlebnis für Jung und Alt.
Musik mit Charme
Dabei konnten die Musiker in allen möglichen Musikrichtungen überzeugen. Ob Blues, Latin oder Rock’n’Roll, jedes Genre hatte seinen eigenen Charme und hielt das Publikum auf Trab! Zunächst romantischer und melancholischer Gesang von Rachelle Jeanty mit ruhiger Klavierbegleitung wandelte sich im nächsten Augenblick zu einem wilden Solo der trommelnden Schlagzeug-Rhythmen und energischen Gesang. Dabei saß jeder Ton perfekt und die Ausnahmesängerin präsentierte gekonnt ihre gesamten Stimmumfang. „Wir spielen für euch verschiedene Richtungen, doch bei uns allen schlägt das Herz besonders für Latin“, so Jeanty. Auch Lulo Reinhardt war in Bestform und integrierte sich mit seiner leidenschaftlichen Gitarrenkunst perfekt in die Gruppe und stach dennoch hervor. Verschiedene Konzerteffekte machten den Auftritt für das Publikum abwechslungsreich und unterhaltsam. Reihum konnten alle Musiker bei einer langen Soloeinlage ihr Können ohne Begleitung unter Beweis stellen. Falk Bonitz präsentierte unglaubliche Fingerfertigkeit auf der Pianoklaviatur , ob schnell und laut oder ruhig und melancholisch: Bonitz überzeugte in jeder Hinsicht und begeisterte neben dem erstaunten Publikum auch seine Musikkollegen. Das Schlagzeug und der Bass lieferten sich ein spannendes „Battle“, bei dem die Zuhörer ordentlich mitfiebern konnten. Schließlich war auch Lulo Reinhardt an der Reihe und fesselte das Publikum mit seinem Latin-Swing welches außergewöhnliches Können und jede Menge Talent voraussetzt. Den gesamten Abend über versprühten sowohl Rachelle Jeanty, als auch die Musiker jede Menge Leidenschaft und gute Laune, mit der sie die Stimmung im JUZ von Anfang an in die Höhe trieben. Im Verlauf des Abends drifteten die Zuhörer in die Welt der Musik ab und wurden erst entlassen, als der riesige Beifall die Klänge an sich nahm.
