Die Stadtbücherei Höhr-Grenzhausen informiert
Lektüre für die Sommerferien
Höhr-Grenzhausen. Die Stadtbücherei Höhr-Grenzhausen hat neue Romane in ihr Angebot aufgenommen.
„Totengebet“ von Elisabeth Hermann: Berlin, 2015. Anwalt Vernau erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür ist er der Held von Berlin: In einer U-Bahnstation hat er mehrere Männer in die Flucht geschlagen, die einen älteren Herrn bedrängt haben. Aber wer ist die junge Frau mit dem Davidstern, die seitdem durch seine Erinnerung geistert? Und was hat sie mit den schrecklichen Morden zu tun, die sich wenig später ereignen?
„Jetzt Alles Sofort“ von Ulman: Die australische Schriftstellerin lotet auf subtile, freche und literarisch sehr versierte Weise verschiedene Stadien von ersten Beziehungen, Frausein und Sexualität aus. Es sind Geschichten über Trennungen, die länger andauern als die Beziehung selbst, über modernes Liebeswerben via Handy, über flüchtige Abenteuer und erste Male, über Naivität und Berechnung, Liebe und Besessenheit. Und immer vermag es diese Autorin, einen neben dem Gesagten mit dem explizit Nicht-Gesagten zu überraschen.
„Diese gottverdammten Träume“ von Richard Russo: Empire Falls, eine Kleinstadt in Maine: Seit über zwanzig Jahren arbeitet Miles Roby im örtlichen Diner. Hier versammelt sich die ganze Stadt, vom Fitness-Studiobesitzer bis zum Schuldirektor. Miles selbst hat das College abgebrochen, ist geschieden und lebt in einer winzigen Wohnung über dem Restaurant. Und während er sein Bestes gibt, seiner Tochter dabei zu helfen, die Highschool zu überstehen, seinen trinkfreudigen Vater zu bändigen und dem Job im Diner gerecht zu werden, bleibt nicht viel Raum für das, was er sich vom Leben erhofft hat.
„Fremde Gäste“ von Sarah Waters: London in den Zwanzigerjahren. Die 28-jährige Frances Wray und ihre Mutter sind gezwungen, Untermieter in ihrem Stadthaus aufzunehmen, seit der Vater und die beiden Brüder im Krieg gefallen sind. Mit der Ankunft von Lilian und Leonard Barber, einem modernen jungen Ehepaar, halten Grammophonmusik, Lebensfreude und Gelächter Einzug. Offene Türen gewähren Frances Einblicke in fremde Gewohnheiten, und ans Tageslicht drängende Geheimnisse wecken verborgene Sehnsüchte in ihr. Bis ein schreckliches Ereignis nicht nur Frances‘ Welt gänzlich aus den Fugen geraten lässt.
Die Stadtbücherei hat auch während der Sommerferien geöffnet.
