Allgemeine Berichte | 17.03.2018, 11:40 Uhr

Kinder begeben sich auf die Spuren F.W. Raiffeisens

Lernprojekt: Vom Korn zum Brot

Kinder der Grundschule Heddesdorfer Berg und den Kitas aus Heddesdorf und Oberbieber sind beim Projekt „Vom Korn zum Brot“ mit Leidenschaft dabei. Stadtverwaltung
83

Neuwied. Das hat es in dieser Form bisher noch nicht gegeben: Petra Neuendorf, die Leiterin des Amts für Stadtmarketing in Neuwied, und Josef Zolk, der ehemalige Bürgermeister von Flammersfeld und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, haben passend zum Raiffeisen-Jahr das kreisübergreifende Projekt „Vom Korn zum Brot“ ins Leben gerufen. Brot ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt. Das wusste auch Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der mit seinen Brotvereinen den praktischen Grundstock für die spätere weltumspannende Genossenschaftsbewegung legte. An Raiffeisens Ideen zum solidarischen Handeln anknüpfen, das möchte das Projekt „Vom Korn zum Brot“. Angesprochen sind dabei die jüngsten Brotesser – die Kinder. „Wir möchten ihnen den Wert von Lebensmitteln, insbesondere von Brot, vermitteln und die komplexe Arbeit der Bauern nahe bringen“, erläuterte Neuendorf. Und das ganz praktisch. Kindergarten- und Schulkinder entlang der „Raiffeisen-Straße“ von Hamm über Weyerbusch und Flammersfeld bis nach Neuwied-Heddesdorf erhalten vom Kooperationspartner Informa gGmbH und der Neuen Arbeit gefertigte Pflanzkisten. Zudem gibt es Getreidekörner. Die Kinder pflegen die Saat, verfolgen das Reifen des Getreides, ernten und mahlen es, um aus dem Mehl Brot zu backen. Eine Übung in nachhaltigem Wirtschaften - und darüber hinaus auch noch gesund. „Wir sind sehr erfreut über die positive Resonanz“, berichtete Neuendorf. Allein in der Stadt Neuwied beteiligen sich acht Kindertagesstätten und zwei Grundschulen an der Aktion. Für die Koordination zeichnet Ilse Philippsen vom städtischen Fachbereich für Kindertagesstätten verantwortlich. Insgesamt sind rund 35 Einrichtungen aus den Kreisen Neuwied und Altenkirchen mit an Bord. Entsprechend dicht bevölkert war am Tag der Saatübergabe das Freigelände des Waldorf-Kindergartens in Niederbieber. Dort wurde die Weizensaat gewogen, in Papiertüten verpackt und den Betreuern der beteiligten Neuwieder Einrichtungen übergeben. An einer Pflanzkiste setzten Kinder bereits die ersten Körner in den Mutterboden, die übrigen Kisten werden in Kürze ausgeliefert. Und dann ist das Engagement der Mädchen und Jungen gefragt. Ganz nach Raiffeisens Motto „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“, pflegen sie die Keimlinge und Ähren, fahren später die Ernte ein, um sie anschließend in die Mühle zu bringen. Abschließend steht das Brotbacken auf dem Programm. In einem Projektbuch, das die Einrichtungen zeitgleich mit der Saat erhielten, dokumentieren die Kinder den Fortschritt ihrer Aktivitäten. Auf die Bedeutung der Brotvereine für die genossenschaftliche Entwicklung wies Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig hin. „Sie machten den Wert solidarischen Handelns praktisch erlebbar. Ähnliches wollen wir mit dem aktuellen Projekt erreichen. Wir sind gespannt, was daraus wird“ sagte Einig. Josef Zolk ist erfreut darüber, dass mit „Vom Korn zum Brot“ ein gemeinsames, Kreise übergreifendes Band der „Raiffeisen-Kommunen“ geknüpft wird. „Mit diesem hochinteressanten Projekt machen wir Kindern deutlich, dass Brot nicht aus dem Supermarkt kommt“, betonte er. Die Kitas und Schulen sind ebenfalls Feuer und Flamme für die Aktion. Rita Hofstötter, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Heddesdorf, berichtete, dass die Einrichtung schon häufig an Projekten teilgenommen habe. Und da Raiffeisens ehemalige Amtsräume in der Nähe der Kita liegen, werden die Kinder dem Gebäude einen Besuch abstatten und sich weiter mit der Vita Raiffeisens beschäftigen. „Vielleicht kommen wir sogar dazu, ein kleines Spiel zu Raiffeisen zu inszenieren“, hofft Hofstötter. Nadine Schwager, Lehrerin an der städtischen Grundschule Heddesdorfer Berg, freute sich über das Projekt. „Das passt hervorragend zu unserem Sachunterricht. Im dritten Schuljahr ist Getreide dort ein Hauptthema. Nun können wir schon im zweiten Schuljahr damit beginnen und das Wachstum des Saatguts hautnah erleben“, erklärte sie. Pressemitteilung der

Stadt Neuwied

Kinder der Grundschule Heddesdorfer Berg und den Kitas aus Heddesdorf und Oberbieber sind beim Projekt „Vom Korn zum Brot“ mit Leidenschaft dabei. Foto: Stadtverwaltung

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
"Harald Schweiss"
Dauerauftrag
Ausbildung zum Metallbauer
Titelanzeige
Karnevalsauftakt in Mülheim Kärlich
Stellenanzeige Sozialarbeiter
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1711

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1210

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

50 ehrenamtlichen Ordnern
364

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen