Allgemeine Berichte | 02.01.2018

Leseförderung „Leselust“ in der Stadtbücherei Adenau durch Lesepaten

Lesen macht schlau!

Adenau. Von einer gut entwickelten Lesekompetenz hängen Ausbildungsfähigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ganz wesentlich ab. In den PISA-Studien wurde jedoch festgestellt, dass im Vergleich von 2011 zu 2016 die Lesekompetenz und die Fähigkeit zuzuhören auch in Rheinlandpfalz weiter abgenommen haben. Eltern und Lehrer bemerken oft, dass sich einzelne Kinder mit Texten sehr schwer tun.

Daher hat sich die Stadtbücherei Adenau schon vor Jahren bemüht, diese Kindern außerhalb der Schule und ohne „Klassendruck“ in ihrer Lesekompetenz zu stärken. Dabei wurde ein Programm „Leselust“ entwickelt, welches entspanntes Lernen in freundlicher Atmosphäre gewährleistet und den Spaß am Lesen in den Vordergrund stellt. Ein großer Pluspunkt ist dabei, dass sich eine Lesepatin Zeit für ein einzelnes Kind oder für eine sehr kleine Gruppe nimmt. Es wird gemeinsam gelesen und über das Gelesene gesprochen. So entwickelt sich rasch ein Erfolgsgefühl und das Leseverständnis bessert sich. Gemeinsam mit den Lesepatinnen hat sich die Stadtbücherei diese Ziele gesetzt: Wir wollen das Potenzial der leseschwachen Schülerinnen und Schüler entwickeln. Wir wollen unentdeckte Stärken nutzen und fördern. Wir wollen keinen zurücklassen, denn die Lesefähigkeiten wirken weiter als bis zur nächsten Schulnote. Im Leseförderkonzept des Projektes „Leselust“ nehmen wir uns Zeit für diese Ziele.

Wie unterstützten die Lesepatinnen das Lesen?

Die Unterstützungsmöglichkeiten sind individuell und vielfältig. Die Lesepatin regt an häufiger zu lesen, langsam und genau zu lesen, einen Text vorzutragen, den Sinn des Gelesenen zu ergründen.

Der Lesepate pflegt einen sensiblen Umgang mit Fehlern und Korrekturen - die Lesemotivation steht im Vordergrund! Je nach Leseleistung des Kindes wird der Text in Abschnitte aufgeteilt, die abwechselnd gelesen werden. Im Gespräch wird der Text erklärt beziehungsweise verstanden. Das persönliche Verhältnis zwischen Schülerin / Schüler und Lesepatin stärkt das Vertrauen.

Wer sind die Lesepatinnen?

Die Stadtbücherei vermittelt derzeit drei Lesepatinnen. Alle Lesepatinnen haben jahrelange Erfahrung mit der speziellen Leseförderung. Anregungen für eine gute Leseförderung und Weiterbildungen werden angeboten.

Wo treffen sich Lesepatin und Lesekind?

In der Regel einmal wöchentlich treffen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lesepatin in der Stadtbücherei. Dort wird gemeinsam die Lektüre ausgewählt, je nach Interessen und Bedürfnis der Kinder. Meist wird eine Stunde Lesezeit eingeplant. Der Zeitpunkt der Treffen (Wochentag und Uhrzeit) kann zwischen den Eltern der Schülerinnen/Schüler und der Lesepaten abgesprochen werden. Termine, die zum Beispiel wegen Krankheit nicht eingehalten werden können, werden zeitnah bei der Lesepatin abgesagt.

Bei Interesse an der Leseförderung durch Lesepatinnen hilft die Stadtbücherei weiter.

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