Allgemeine Berichte | 15.02.2021

Kreativ durch Corona mit Jens Röser

Leuchtende Himmel in Acryl

Benötigte Materialien: Leinwand (z. B. 40x40 cm oder 40x60 cm), Acryl- oder Volltonfarben, Pinsel

Künstler Jens Röser gibt kreative Tipps, für ein wenig Abwechslung während der Pandemie. Fotos: privat

Region.Der Westerwälder Künstler Jens Röser beschränkt seine Arbeit nicht auf eine Kunstrichtung, sondern setzt seine Ideen universell kreativ um. Von Malerei über Fotografie, Bildhauerei bis Kunsthandwerk – der von vielen auch als „Indianer des Westerwalds“ bezeichnete Allround-Künstler findet seine Werkstoffe und Inspirationen überall. „Kunst öffnet Herzen und verbindet Menschen,“ erklärt Jens Röser seine Motivation, „Und grade jetzt brauchen wir ein bisschen „Herzensnahrung“, um durch diese schwierige Zeit zu kommen. Sich selbst kreativ auszuprobieren ist da für viele sicher eine positive und entspannende Beschäftigung.“ Gemeinsam mit BLICK aktuell stellt Jens Röser verschiedenste kreative Projekte vor – als Inspiration und zum Nachmachen zuhause.

Einer der Schwerpunkte seiner Arbeit liegt im Bereich Malerei: „Sicher kann man nicht in drei Sätzen den Menschen ein Rezept für den Erfolg beim ersten Versuch ein Bild zu malen in die Hand geben. Dennoch denke ich sollte jeder einmal versuchen, sich mit Farbe auszudrücken. Dabei sollte man nicht erwarten, dass dabei direkt ein alter Meister entsteht - aber es wird auf alle Fälle eine Erfahrung, die vielleicht den ein oder anderen inspiriert weiter zu machen.“

Jens Röser empfiehlt, für den Anfang zunächst mit wenig Farbe zu arbeiten. Dabei stellt sich natürlich die Frage, was genau man überhaupt malen möchte. „Die meisten Menschen die nie gemalt haben nehmen sich dabei in den meisten Fällen zu viel vor. Um erst einmal Erfahrung zu sammeln empfehle ich, malt einen Himmel“, rät der Künstler, „Klingt nichbt schwer, aber es wird sich so mancher wundern, dass nicht Himmel gleich Himmel ist. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht und gerade in den Morgen und Abendstunden seinen Blick auf den Himmel richtet, wird schnell merken was sich da für interessante Welten auftun.“

Für die ersten Gehversuche in der Malerei wird zunächst einmal eine Leinwand oder dicke Pappe benötigt. Am Anfang empfiehlt es sich auch, die günstigeren Acryl- oder Abtönfarben auf Wasserbasis zu wählen – sie trocknen erheblich schneller als Ölfarben und sind um ein Vielfaches leichter zu verarbeiten. Ölfarbe ist bedeutend anspruchsvoller und benötigt einiges an verschiedenen Malmitteln und Erfahrung, um die Farbe so aufzubereiten, wie sie für das jeweilige Bild benötigt wird.

Abtönfarben, wie sie jeder Baumarkt führt, sind sehr hochwertig und UV-sowie witterungsbeständig – wenn man möchte (und Erfahrungen gesammelt hat) kann man sogar damit auf die Außenwände des Hauses malen. Zu Anfang sollte man sich ein paar Farben zusammenstellen, aus denen man auch andere Farben zusammenmischen kann. Mit den Grundfarben Rot, Blau und Gelb, sowie Schwarz und Weiß zum Aufhellen oder Abdunkeln lässt sich jede Farbe mischen, die gewünscht wird. Wer keine Erfahrung mit dem selber Mischen von Farbtönen hat, kann auch hier Tipps im Internet finden. „Ich selbst benutze allerdings kein Schwarz bei meiner Malerei, da es in der Natur, wenn wir einmal vom Inneren eines Ofenrohrs absehen, kein Schwarz gibt. Ich benutze stattdessen das dunkelste Braun, das ich finden kann“, erklärt Jens Röser.

Wenn man einen Himmel malen möchte, ist es erst einmal sinnvoll, ihn aufmerksam zu betrachten. Bei Spaziergängen oder auch einfach bei einem Blick aus dem Fenster kann man genau beobachten: wo sind die hellen oder dunklen Stellen an den Wolken? Von wo aus scheint die Sonne darauf? Welche Farbe hat ein bedeckter oder gewittriger Wolkenteppich? Dabei kann es hilfreich sein, sich ein paar Fotos davon zu machen – aber Vorsicht! Die meisten Kameras verfälschen grade bei Abendstimmungen deutlich die Farben. Also immer erst einmal gegenkontrollieren, ob das, was man sieht auch dem entspricht, was die Kamera eingefangen hat.

Fertig gekaufte Leinwände sind bereits grundiert und aufgespannt – man kann also direkt loslegen! Zunächst einmal sollte man sparsam ein paar blaue Tupfer aufbringen und mit viel Weiß vermalen. Weiter kann man je nach Stimmung des Himmels auch dunklere Stellen in die Wolken bringen, dafür kann man etwas dunkles Braun oder Blau einmalen – je nachdem, welche Stimmung man erzeugen möchte. Bei Abendstimmungen oder Morgenröte kommen natürlich noch ganz andere Farben vor: Orange, Rosa, ja sogar ein tiefes Rot oder Violett lassen sich da am Himmel finden. Einfach mutig experimentieren! Man wird schnell merken, was allein bei der Gestaltung eines Himmels, wenn man einfach nur mit Farben auf der Leinwand spielt, für Möglichkeiten entstehen.

Beispiele für die Gestaltung von Himmelszenarien, finden sich auf Jens Rösers Bildern auf der Homepage des Künstlers www.Jens-Röser.de. Wer noch ein wenig Rat und Hilfestellung bei seinem ersten Projekt benötigt, kann gern als Einzelperson caronagerecht bei Jens Röser vorbei kommen und sich Tipps holen.

Auch in Schwarz-Weiß kann ein Himmel sehr beeindruckend wirken.

Auch in Schwarz-Weiß kann ein Himmel sehr beeindruckend wirken.

Wie unterschiedlich ein Himmel wirken kann, ist auf diesem Bild gut zu erkennen - die Farben von Gelb, Orange, Rot und Violett lassen ihn leuchten.

Wie unterschiedlich ein Himmel wirken kann, ist auf diesem Bild gut zu erkennen - die Farben von Gelb, Orange, Rot und Violett lassen ihn leuchten.

Künstler Jens Röser gibt kreative Tipps, für ein wenig Abwechslung während der Pandemie. Fotos: privat

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