Allgemeine Berichte | 07.03.2018

Vortrag im Herrenhaus Burg Altendorf

„Licht am Ende des Tunnels“

Prof. Dr. Klaus Grewe referiert am 13. April

Altendorf. Am 13. April ab 18:30 Uhr wird Prof. Dr. Klaus Grewe in der Begegnungsstätte für Meckenheimer Geschichte und Kultur, im Herrenhaus Burg Altendorf, Burgstraße 5, einen Vortrag halten zum Thema: „Licht am Ende des Tunnels“ - von römischen und mittelalterlichen Tunneln bis zu den ersten Eisenbahntunneln im Rheinland. Der Eintritt ist frei.

„Patientia – Virtus – Spes!“ Mit diesen Schlagworten – Geduld, Tatkraft und Zuversicht – hat der römische Ingenieur Nonius Datus im 2. Jahrhundert n. Chr. die Tugenden eines antiken Tunnelbauers beschrieben. Nonius Datus wusste aus eigener Erfahrung um die besonderen Probleme dieser Ingenieursdisziplin. Und in der Tat sind die Schwierigkeiten der unterirdischen Trassenführung in fast jedem historischen Tunnelbau heute noch ablesbar.

Tunnelbaupläne oder -skizzen sind nicht erhalten, sodass die Konzeption der Tunnelbauten aus den Bauwerken selbst abgelesen werden muss. Anhand von Arbeitsspuren in noch zugänglichen Bauwerken, die unter anderem Vortriebsfehler und Richtungskorrekturen erkennen lassen, war es möglich, erstmals die Strategien der antiken Baumeister bezüglich der Planung und Trassierung dieser großartigen Ingenieurbauwerke zu entschlüsseln. Vortriebsfehler sowohl in der Höhe als auch in der Richtung waren unvermeidlich und hätten zum vollständigen Verfehlen des geplanten Treffpunktes der unter Tage arbeitenden Bautrupps führen können. Es ist deshalb als großartige Leistung der antiken und mittelalterlichen Ingenieure zu bewerten, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz kein Tunnelbau ohne Vollendung geblieben ist.

Im Vortrag wird die rund 3000-jährige Geschichte des Tunnelbaus beleuchtet. Vom ersten Großtunnel der Geschichte – unter König Hiskias um 700 v. Chr. in Jerusalem gebaut – über den berühmten Eupalinos-Tunnel auf Samos und die großartigen Bauwerke der Römer bis zu den wenigen Tunnelbauten des Mittelalters spannt sich der Bogen eines packenden Themas der Technikgeschichte. Im frühen Industriezeitalter wird Tunnelbau unverzichtbar, weil zum Beispiel die Eisenbahntrassen in schwierigem Gelände nicht ohne Tunnel zu bauen waren. An herausragenden Beispielen werden die in den Bauwerken heute noch ablesbaren Schwierigkeiten der Ingenieure in Antike und Mittelalter deutlich gemacht.

Prof. Dr. Klaus Grewe hat bis 2009 als Vermessungsingenieur wissenschaftlich gearbeitet. Er ist nicht nur für seine zahlreichen Veröffentlichungen bekannt, sondern auch für sein Bestreben, Wissenschaftsergebnisse in Vorträgen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit seiner Familie wohnt er in Morenhoven und sein Name steht in unserer Gegend insbesondere für die römische Wasserleitung von der Eifel nach Köln.

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